Aus der Jugend des FSV Duisburg kommt Torwart Nico Nowoczin. Spiel am Sonntag gegen SC Velbert

Von Gerard Dombrowski

Morgen ist Muttertag, und da weiß natürlich auch Thomas Drotboom, was sich gehört. Ein paar Stunden vor dem Anpfiff in der Fußball-Oberliga schaut der Teamchef des TV Jahn Hiesfeld zum Frühstück bei seiner Mama vorbei. Anschließend geht´s ins Stadion am Freibad: Gegen den SC Velbert wollen die „Veilchen“ ab 15 Uhr ihre Restchance auf den Klassenerhalt wahren.

„Wir haben nichts mehr zu verlieren und werden keinen Druck aufbauen. Die Jungs wissen, worum es geht“, betont Drotboom, da vier Spiele vor Saisonschluss bei sechs Punkten Rückstand auf den rettenden Platz 14 zwar noch theoretisch die Rettung möglich, aber praktisch nur schwer umzusetzen ist.

So laufen unabhängig vom Abstiegskampf längst die Planungen für die nächste Saison, die Gespräche mit aktuellen und möglichen künftigen Spielern haben bereits einige Erkenntnisse gebracht „Ziemlich viele Spieler bleiben uns erhalten“, sagt Thomas Drotboom. Zusagen gibt es bisher von Marian Ograjensek, Kevin Kolberg, Gino Mastrolonardo, Kevin Menke, Damiano Schirru und Ekin Yolasan, die damit schon ein Gerüst für die Mannschaft bilden – unabhängig von der Spielklasse. Die Jugendlichen Jonas Kisters, Abdelmajid Hafhaf und Tim Falkenreck, die bereits Oberliga-Luft geschnuppert haben, sind ebenfalls weiter für den Kader vorgesehen. Ersatztorwart Kenneth Hersey wird den Verein dagegen wohl ebenso verlassen wie Stürmer Nasrullah Dedemen. Auch Talent Nicolai Pakowski ist bei einem Abstieg eher nicht zu halten.

Bedingt abwehrbereit
Auf Seiten der Zugänge steht bisher neben den beiden bereits gemeldeten Rückkehrern Pascal Spors und Dennis Wichert ein Torhüter fest: Aus der A-Jugend des FSV Duisburg kommt Nico Nowoczin, der bis vor zwei Jahren im Nachwuchs des MSV Duisburg spielte. Verhandlungen mit weiteren Spielern, die zum Teil schon Hiesfelder Stallgeruch aus der Vergangenheit haben sollen, laufen noch, vor allem in der Defensive besteht Handlungsbedarf. Denn dass der TV Jahn nur bedingt abwehrbereit ist, zeigt schon die aktuelle Bilanz: Mehr Gegentore als die „Veilchen“ (66) hat nur Schlusslicht FSV Duisburg.

Quelle: NRZ vom Samstag, 11 Mai 2019