Teammanager will künftig in Hiesfeld als Vermittler zwischen Mannschaft, Trainern und Vorstand arbeiten. Trotz 2:1 in Kleve sechs Punkte Rückstand auf rettenden Platz

Von Gerard Dombrowski

Für ein paar Minuten hatten die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld am Sonntagnachmittag die Hoffnung, doch noch einmal näher an den rettenden Tabellenplatz 14 heranrücken zu können. Kevin Krystofiak hatte in der Nachspielzeit den 2:1 (0:0)-Siegtreffer der „Veilchen“ beim 1. FC Kleve erzielt und den Rückstand auf den SC Düsseldorf-West auf Rang 15 zwischenzeitlich auf vier Punkte verkürzt. Doch dann trafen auch die Düsseldorfer kurz vor Schluss zum Sieg gegen Meerbusch. Damit muss der TV Jahn in den letzten vier Spielen weiter sechs Zähler gegenüber der Konkurrenz des SC West und aus Nettetal und aufholen.

„Wir denken sowieso nur noch von Sonntag zu Sonntag. Wir versuchen alles, und zwei Siege hintereinander tun schon mal gut“, sagte Teamchef Thomas Drotboom. Der 52-Jährige denkt dabei aber nicht mehr nur kurzfristig, sondern auch über die Saison hinaus für Hiesfeld. Als Teammanager bleibt Drotboom dem TV Jahn nun doch erhalten und wechselt nicht im Sommer zur SG Unterrath. „Ich ziehe mich ein wenig hinter die Kulissen zurück, werde als Vermittler zwischen Mannschaft, Trainern und Vorstand arbeiten“, sagte er. Möglicherweise bleibt auch Torwarttrainer Uwe Roscher dabei, der urspünglich seinen Rückzug angekündigt hatte.

Drotboom sah in Kleve einen „verdienten Sieg“, sagte Drotboom. Schon nach 19 Minuten hätten die Gäste in Führung gehen können, als Nicolai Pakowski zum Foulelfmeter gegen Ahmet Taner antrat. Doch der Klever Torwart parierte den Schuss des Hiesfelder Angreifers mustergültig. Kurz darauf vergab Gino Mastrolonardo eine gute Gelegenheit für die Gäste. Erst übersah er den besser postierten Pakowski und versuchte selbst einen Abschluss, zielte mit seinem Schuss aber am Tor vorbei. Kurz vor dem Seitenwechsel kam auch der 1. FC Kleve einmal gefährlich vor das Tor des TV Jahn, Yusuke Unoki traf aber auch nicht ins Netz.

Dafür ging es in der Schlussphase hoch her. Pakowski erzielte nach schönem Solo mit einem Schuss in den Winkel das 1:0 für Hiesfeld (79.), Michel Wesendonk glich aus (83.) und schließlich traf Krystofiak. Die Hoffnung lebt noch ein bisschen.

Quelle: NRZ vom Montag, 6. Mai 2019