Vor dem Heimspiel gegen TuRu Düsseldorf am Sonntag hat Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld große Personalsorgen. Ein Sieg muss trotzdem her

Mit dem, was seine Schützlinge am vergangenen Sonntag auf dem Ratinger Rasen zeigten, konnte Coach Thomas Drotboom über weite Strecken zufrieden sein. Die 1:2-Niederlage seines TV Jahn Hiesfeld war nach einem so erfolgreichen Start in das Kalenderjahr dennoch der erste Dämpfer für den abstiegsgefährdeten Fußball-Oberligisten aus Dinslaken. Im Heimspiel gegen TuRu Düsseldorf (Sonntag, 15 Uhr) müssen die „Veilchen“ nun gleich wieder zurück in die Erfolgsspur finden, um sich im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin berechtigte Hoffnungen zu machen. „Wir brauchen unbedingt den Dreier, sonst haben wir gleich wieder alles verspielt, was wir uns zuletzt erarbeitet haben“, sagt auch Drotboom.

Große Sorgen macht dem 52-Jährigen vor dem Unternehmen „Heimsieg“ allerdings die personelle Situation. „Ich bin froh, wenn ich am Sonntag elf Mann auf den Platz schicken kann“, erklärt der Übungsleiter, „richtiges Training ist zurzeit gar nicht möglich. Es kommt knüppeldick für uns.“ Zur Einheit am Dienstag fanden sich nur neun Feldspieler und zwei Torhüter ein. Am Donnerstag waren es wegen der Unterstützung aus der U 19 ein paar mehr.

Als der Kader im Winter aus finanziellen Gründen verkleinert wurde, hatte Drotboom bereits gewarnt, dass nun „wirklich nichts mehr passieren“ dürfe. Das Glück hielt sich im Mühlendorf allerdings in Grenzen. Zurzeit beklagt der TV Jahn gleich mehrere Langzeitverletzte, für Sonntag bangen die Hiesfelder außerdem noch um Ekin Yolasan, der eigentlich arbeiten muss. Angreifer Narsullah Dedemen konnte wegen einer Magen-Darm-Grippe die ganze Woche über nicht trainieren.

Immerhin kommt mit den Landeshauptstädtern wohl kein Team an den Rotbach, das vor Selbstvertrauen strotzt. Von den letzten acht Partien konnte Düsseldorf nur eine gewinnen. Einen der bislang neun Saisonerfolge holte TuRu im Hinspiel. An der Feuerbachstraße unterlagen die Hiesfelder nach ganz schwacher Vorstellung mit 1:3. „Das war wirklich grottenschlecht von uns, vielleicht das schlechteste Spiel überhaupt. In dieser Hinsicht haben wir also auf jeden Fall etwas gut zu machen“, findet Drotboom.

Gelingt die Revanche, könnten die „Veilchen“, die durch die Schlappe in Ratingen erneut auf den vorletzten Rang zurückgefallen sind, wieder den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen herstellen. Um darauf ernsthaft zu hoffen, braucht „Drötti“ aber erst einmal elf Mann.

tik

Quelle: NRZ vom Samstag, 30. März 2019