Beim Fußball-Oberliga-Gastspiel in Ratingen fehlen gleich mehrere Stammspieler. Weil auch Torjäger Kevin Menke ausfällt, ruhen die Hoffnungen im Angriff auf Neuzugang Narsullah Dedemen. Die Fortsetzung der Siegesserie ist ein Ansporn

Von Philipp Stroetmann

Nach drei Siegen in Folge ist der TV Jahn Hiesfeld in der Fußball-Oberliga dem rettenden Ufer ein gutes Stück näher gekommen. Drei Punkte sind es noch bis zum VfB Hilden, den die Hiesfelder am vergangenen Spieltag mit 3:2 besiegen konnten. Am morgigen Sonntag (15 Uhr) gastieren die „Veilchen“ bei Ratingen 04/19, die als Tabellenachter im gesicherten Mittelfeld stehen. „Ratingen ist eine kampfstarke und fußballerisch gute Mannschaft, aber meistens haben wir dort gut ausgesehen“, sagt Jahn-Teammanager Thomas Drotboom.

Sorgen macht den Verantwortlichen allerdings die dünne Personaldecke. Neben dem längerfristig verletzten Damiano Schirru fehlen Kevin Menke, Maik Goralski, Kevin Corvers, und Philipp Demler. Darüber hinaus haben sich Abdoulaye Sakho und Joshua Kudu wegen Magen-Darm-Problemen vom Training abgemeldet. „Wir hoffen, dass unsere beiden Franzosen bis Sonntag wieder fit werden, dann sind wir genau elf Mann“, betont Hiesfelds Trainer Markus Kay und setzt auf eine zügige Genesung bei seinen beiden Akteuren.

Sechs von zwölf Spielen gewinnen
Das sportliche Momentum liegt derzeit bei den Gästen. „Die Jungs haben den Spirit wieder, haben wieder Spaß am Fußball“, sagt Drotboom. Außerdem sei seine Truppe eine Rückrundenmannschaft, auch wenn man bei der vergangenen Saison Abstriche machen müsse. „Aber das hatte andere Gründe. Nachdem der mögliche Regionalliga-Aufstieg als nicht realisierbar feststand, haben wir etwas den Faden verloren“, erklärt der Teammanager.

Doch nun hat der 52-Jährige seinem Team eingebläut, in der Restsaison alles zu geben. „Wir schaffen es nicht nur mit spielerischer Qualität, aber wenn wir jedes Mal Herz, Seele und Leidenschaft an den Tag legen, ist alles möglich.“

Hoffnung macht den Hiesfeldern unter anderem Angreifer Narsullah Dedemen, der in der Winterpause von Ligakonkurrent FSV Duisburg kam und in seinen ersten drei Partien drei Tore erzielt hat. „Er ist ein Typ wie Joel Zwikirsch. Er läuft viel, macht die Bälle gut fest“, lobt Drotboom den Neuling im Team.

Das Ziel für die Restsaison sei, von den verbleibenden zwölf Partien mindestens sechs zu gewinnen, verrät Drotboom. Dann hätten die Hiesfelder die Marke von 40 Punkten erreicht, die zum Klassenerhalt reichen sollte. Doch zunächst einmal gilt es, in Ratingen zu bestehen. Das Hinspiel verlor der Jahn nach einer schwachen Vorstellung in Unterzahl mit 1:3. Diesmal sind die Hiesfelder deutlich besser in Form.

Quelle: NRZ vom Samstag, 23. März 2019