Dritter Sieg im dritten Oberliga-Spiel des Jahres für das Team von Thomas Drotboom

Der TV Jahn Hiesfeld schickt sich an, sich in der Oberliga noch einmal voll in das Rennen um den Klassenverbleib einzuschalten – und damit hatten nicht alle Beobachter gerechnet. Beim 3:2 gegen den VfB Hilden am Sonntag gelang bereits der dritte Sieg im dritten Spiel – und der Rückstand auf das rettende Ufer liegt bei nur noch drei Zählern.

Vor dem Hintergrund, dass es in der vergangenen Woche die Diskussionen um das Ausscheiden von Teammanager Thomas Drotboom im Sommer gab und man getrost davon ausgehen darf, dass es hinter den Kulissen doch noch das eine oder andere gab, ist das schon ein beachtlicher Vorgang.

Duchaus turbulent lief es dann auch auf dem Platz. Als Drotboom Kevin Corvers in der 27. Minute schon wieder früh vom Feld nehmen musste, waren die Hildener durch Zissis Alexandris bereits 1:0 in Führung gegangen. Abdoulaye Sakho kam für ihn ins Spiel, und in dieser personellen Konstellation war es nach der Pause Nasrullah Dedemen, der gleich zweimal für die Hiesfelder traf. „Der Junge hat eine überragende Einstellung, hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, obwohl er wegen eines Fersensporns mit Schmerzen spielen musste“, erklärte Drotboom, der erst das 1:1 in der 47. und dann das 2:2 des Winterzugangs vom SV Genc OSman in der 63. Minute sah. Zwischenzeitlich hatte Ogün Serdar für die Hildener zum 2:2 getroffen.

„Unsere Einstellung war insgesamt überragend. Dass wir dann am Ende sogar noch gewinnen, ist schon ein wenig glücklich, das muss man sagen. Das 3:2 zehn Minuten vor dem Ende war dann eine überragende Einzelleistung von Nicolai Pakowski“, lobte Drotboom, der sich aber ebenso darüber freute, dass Schlussmann Marian Ograjensek noch zweimal überragend hielt. „Man muss allerdings auch sagen, dass wir für mich auch ganz klar noch einen Strafstoß hätten bekommen müssen. Da liefen zwei Hildener Kevin Menke einfach um. Aber ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte haben.“

Großes Lob gab es von Drotboom aber auch für den Gegner. „Mein Kollege Marc Bach hat mir schon gratuliert, als der Schiedsrichter kaum die Pfeife im Mund hatte. Das ist bei dem Spielverlauf und der damit verbundenen Enttäuschung alles andere als selbstverständlich. Und auch die 40 Fans, die sicherlich mitgefahren waren, haben die Hildener großartig unterstützt. Und wenn beide Teams so weiter spielen, werden auch beide nicht absteigen“, glaubt Drotboom.

Quelle: fupa.net