Der Trainer der Hiesfelder Oberliga-Kicker fordert gegen Hilden von seinem Team „180 Prozent“

Nach den beiden erfreulichen Auftritten zum Auftakt, die in Siegen über Baumberg und Schonnebeck mündeten, wurden die Oberliga-Fußballer des TV Jahn erst durch das Karnevalswochenende und dann durch die Absage bei Schwarz-Weiß Essen ausgebremst. Hiesfelds Übungsleiter Thomas Drotboom macht sich trotzdem keine Sorgen, dass sein Team den neu gewonnen Elan in der spielfreien Zeit wieder verloren haben könnte. Für den 52-Jährigen ist die Sache vor dem Heimspiel gegen den VfB Hilden sowieso ganz einfach. „Wenn wir 180 Prozent geben, dann werden wir Hilden schlagen. Wenn wir aber meinen, dass 90 Prozent reichen, dann verlieren wir auf jeden Fall“, sagt der „Veilchen“-Coach.

Die Hildener sind in diesem Jahr nicht so gut aus den Startlöchern gekommen wie die Hiesfelder und haben als Tabellenzwölfter nur noch sechs Punkte Vorsprung vor dem TV Jahn – dabei sogar eine Partie mehr absolviert. „Unser Ziel kann es nur sein, zu gewinnen und damit auch in Schlagdistanz zum VfB zu kommen“, meint Drotboom.

Das Hiesfelder Testspiel am Dienstag gegen den Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter verlief insofern richtig bitter, dass sich Danijel Gataric kurz vor dem Ende das vordere Kreuzband und den Meniskus riss und damit bis zum Saisonende ausfällt. Die Partie, die beim Stand von 2:3 aus Jahn-Sicht wegen der schweren Verletzung des Hiesfelders abgebrochen wurde, dient Drotboom nun aber auch als Warnung: „Die Jungs haben gesehen, dass sie auch gegen einen Landesligisten Probleme bekommen, wenn sie nicht voll da sind“, erklärt der Trainer, dem vor allem nicht gefiel, wie seine Mannschaft bei den Gegentoren die Absicherung vernachlässigte.

Ähnliches darf sich der Vorletzte am Sonntag auf keinen Fall erlauben, wenn ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt gegangen werden soll. Personell sieht es trotz des Ausfalls der Gataric-Brüder noch ganz ordentlich aus. Winter-Neuzugang Narsullah Dedemann hat keine großen Probleme mit seinem Fersensporn mehr. Auch Gino Mastrolonardo, der am Dienstag einen Schlag vor das Schienbein bekam, wird spielen können.

tik

Quelle: NRZ vom Samstag, 16. März 2019