Auch vor dem Heimspiel gegen die SpVg Schonnebeck am Samstag zwingt der knappe Kader Teammanager Thomas Drotboom dazu, einige Spieler „in Watte zu packen“

Nach dem Auftaktsieg hat der TV Jahn Hiesfeld im Abstiegskampf Blut geleckt. Sollte auch am Samstag um 17 Uhr im Heimspiel gegen die SpVg Schonnebeck ein Sieg gelingen, so wäre das rettende Ufer plötzlich gar nicht mehr so weit weg und die Konkurrenz für Sonntag schon ein wenig unter Druck gesetzt. Problem: Das könnte gar nicht so einfach werden. Denn schon Jean-Paul Sartre wusste, dass sich bei einem Fußballspiel alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft verkompliziert.

Wie die Hiesfelder beim 4:3 gegen vor Wochenfrist gegen den Zweiten Baumberg den Rückstand in einem Sieg verwandelten, verleiht einer Mannschaft natürlich ein breites Kreuz. Das allerdings schaffte auch der Gast aus Schonnebeck am vergangenen Sonntag. Hier wurde sogar aus einem 0:2 zur Pause gegen den FC Monheim noch ein 3:2-Sieg. „Das Spiel habe ich persönlich gesehen. Vor der Pause war ich in der Tat etwas enttäuscht von Schonnebeck, aber zwei Wechsel in der Pause, und schon war es das Gesicht, dass ich kenne. Eines muss uns klar sein, nämlich dass man gegen Schonnebeck erst gewonnen hat, wenn der Schiri abpfeift“, mahnt Teammanager Thomas Drotboom.

Der gab seiner Mannschaft nach dem Sieg den Rat, sich zwei Tage zu freuen und jeden Artikel aus der Zeitung und im Netz aufzusaugen, und sich dann auf die schwere Aufgabe zu konzentrieren. Im Kader wird es allerdings durchaus knapper. Joshua Kudu ist nach seiner Ampelkarte gesperrt, und Spieler wie Kevin Menke, Nasrullah Dedemen oder Kevin Corvers können nur sehr dosiert trainieren. „Da sage ich ihnen natürlich auch, dass sie nur machen sollen, was sie glauben, auch verantworten zu können, ich packe sie geradezu in Watte. Da habe ich zum Glück auch eine Reihe erfahrene Jungs, die die Signale ihres Körpers deuten können“, erklärt Drotboom. Ob es wirklich bei allen reicht, bleibt eine Überraschung bis zum Anpfiff. Es bleibt also Drotbooms Aufgabe gemeinsam mit Trainer Markus Kay und Betreuer Uwe Roscher, sich genau auf diesem schmalen Grat zu bewegen. Immerhin stehen auch bei Gino Mastrolonardo die Signale inzwischen wieder auf Fußballspielen.

Quelle: fupa.net