Vielleicht hilft dem TV Jahn Hiesfeld ja der Mut der Verzweiflung im Gastspiel beim VfB Homberg +++ Drotboom kündigt Veränderungen an

Die Hinrunde der Oberliga Niederrhein ist Geschichte, und während der VfB Homberg als Spitzenreiter nicht eines seiner 17 Spiele verloren hat und acht Punkte Vorsorung auf den ersten Verfolger aufzuweisen hat, ging der TV Jahn Hiesfeld als Vorletzter in 17 Spielen nur zweimal als Sieger vom Platz und hat bereits sechs Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Es gehört also schon eine erstaunliches Maß an Selbstvetrauen dazu, wenn man in dieser Partie mit dem Glauben an Zählbares den Platz bertreten soll. Gerade daran mangelt es aber natürgemäß Teams aus dem Tabellenkeller, das kann bei den Dinslakenern kaum anders sein. Es gilt also, sich an irgendetwas festzuhalten, das Mut machen könnte. Immerhin ist es in der laufenden Saison drei Mannschaften gelungen, im pcc-Stadion eine Punkteteilung zu erreichen. Das waren mit der SSVg Velbert und dem 1. FC Bocholt zwar zwei Teams aus dem oberen Regal der Liga, aber mit dem VfB Hilden auch eine Mannschaft, die wie die Hiesfelder eher gegen den Abstieg spielt.

Vielleicht kann aber auch der Mut der Verzweiflung helfen, sich einfach zu sagen, dass jeder eine Niederlage erwartet, und so den Druck vom Team zu nehmen. Aber natürlich ist das alles nicht leicht, wenn es im Oktober und November in acht Spielen nicht einen Sieg gab – auch wenn nur drei dieser Spiele verloren wurden. „Es ist nicht leicht, noch zu wissen, was man den Jungs sagen soll“, betonte Teammanager Thomas Drotboom zuletzt nach den Spielen, auch wenn er danach bewies, dass ihm doch immer noch etwas einfällt. Doch mit einem Sieg würde vieles wieder so viel leichter werden, was aktuell so schwierig ist. Am Sonntag gegen 16 Uhr werden alle wieder schlauer sein.

„Ich habe der Mannschaft das auch so gesagt, dass wir ja eigentlich nichts zu verlieren haben. Ganz wichtig ist mir aber, dass ich es nicht zulassen werde, dass irgendjemand jetzt glaubt, diese beiden Spiele abzuschenken, weil wir das im neuen Jahr dann schon irgendwie schaffen werden. Klar ist für mich, dass sich im neuen Jahr bei uns ohnehin etwas ändern wird. Da kann man dann auch nicht auf alles Rücksicht nehmen“, sagt Teammanager Thomas Drotboom. Ob es personelle Optionen im Winter geben kann und wie diese aussehen könnten, wird zudem derzeit ausgelotet. Das Verletzungspech bleibt den Hiesfeldern jedenfalls treu. So zog sich Jan Luka Husmann, den das Trainerteam zuletzt nochmal im Training auf der linken Verteidigerposition getestet hatte, im Training einen Kreuzbandriss zu und wird dort so bedauerlicherweise auch auf dieser Position keine Option sein können. „Das tut mir für den Jungen unglaublich leid“, erklärt Drotboom.

Quelle: fupa.net