Für Teammanager Thomas Drotboom war der TV Jahn Hiesfeld auch beim SC Velbert wieder das bessere Team, doch mehr als ein 0:0 kam wieder nicht heraus.

Es ist eine der Serien, die zwar kein Zeugnis dramatischer Probleme sind, die aber dennoch eigentlich niemand haben möchte. Mit dem 0:0 beim SC Velbert hat der TV Jahn Hiesfeld nun zum vierten Mal in Folge in der Oberliga Unentschieden gespielt. Und wieder musste Teammanager Thomas Drotboom am Ende resümieren, dass sein Team den Platz eigentlich als Sieger hätte verlassen müssen. Solange das nicht gelingt, ist ein Verlassen der Abstiegspätze kaum möglich.

Dabei hätte in Velbert am Sonntag gar nicht mal so viel zu einer ganz tollen Geschichte gefehlt. Denn am Sonntagvormittag sah sich Drotboom das Spiel der Hiesfelder A-Jugend an, welches das Team von Ayhan Kirlangic mit 7:2 gewann. „Ich habe vielleicht zehn Minuten von dem Spiel gesehen, da hat Tim Falkenreck gleich zwei Tore gemacht. Da habe ich Ayhan gesagt, er soll ihn rausnehmen und mir den Pass geben, weil ich ihn zur Ersten mitnehmen möchte“, erzählt Drotboom, gleich auch verbunden mit einem Lob für Kirlangics Arbeit. „Der hat da ein paar gute Jungs in der Truppe. Nicht auszuschließen, dass ich da noch auf den einen zurückgreifen werde“, fürgt Drotboom an.

In Velbert ergab sich dann das Bild, das sich in den vergangenen Wochen immer wieder gezeigt hat. Defensiv stand der TV Jahn rund um Ioannis Alexiou und Kevin Corvers sicher, Kevin Krystofiak untermauerte seine aktuelle Topform mit vielen starken Pässen, vorne wirbelte immer wieder Nicolai Pakowski. Doch der letzte Pass kam zu selten, und wenn er einmal kam, war der Abschluss nicht konsequent genug. Auf der „Sechs“ überzeugte neben Krystofiak auch Abdoulaye Sakho. Als der Ball aber eben wieder nicht über die Linie wollte, schlug die Stunde von Tim Falkenreck. Er löste für die Schlussminuten Pascal Spors ab – und dann wurde es beinahe kitschig. Denn in der Nachspielzeit hatte er die Riesenchance zum Siegtor. „Leider ist er da etwas in Rücklage geraten und hat den Ball über das Tor geschossen. In der Defensive hatte er dafür einmal Glück, als es einen Elfmeter hätte geben können. Stürmer sollen eben nicht verteidigen, aber der Junge hat das schon gut gemacht“, erklärte der Coach.

Drotboom bleibt stets positiv, hebt die ordentliche Leistung hervor und betont, das Team habe nun eben auch vier Spiele in Folge nicht verloren. „Aufgrund der Steigerung, die man dem Team anmerkt, sehe ich alles andere als schwarz“, betont er. Und das, obwohl es auch weiterhin schlechte Nachrichten gibt. Denn Pascal Spors sah die fünfte Gelbe Karte, Nicolai Pakowski musste kurz vor der Pause verletzt aus dem Spiel und zu allem Überfluss sah der starke Krystofiak in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte. „Das waren zwei taktische Fouls, und das zweite musste er machen, weil sonst niemand da war. Da mache ich ihm keinen Vorwurf“, erklärt Drotboom, der sich nun vor dem Spiel gegen den nächsten Velberter Vertreter, am Samstag kommt die SSVg nach Hiesfeld, wieder etwas einfallen lassen muss.

Quelle: fupa.net