Zwar haben die Hiesfelder selbst seit vier Spielen nicht gewonnen, doch die Negativ-Serie des Aufsteigers SC Velbert dauert nun schon sieben Partien an +++ Gino Mastrolonardo fällt aus

So richtig will dem TV Jahn Hiesfeld der Befreiungsschlag im Tabellenkeller der Oberliga derzeit nicht gelingen. Sah es nach dem 3:0 gegen den SC Düsseldorf-West schon ein wenig danach aus, als ging es aufwärts, so folgten danach wieder vier Spiele ohne Sieg, auch wenn die Dinslakener davon zuletzt drei in Folge auch nicht verloren haben.

Doch mit Punkteteilungen kommt man nicht wirklich in ruhigeres Fahrwasser, und so ist die Mannschaft von Teammanager Thomas Drotboom mit elf Zählern aus 13 Spielen aktuell nur auf dem drittletzten Tabellenplatz. Doch Hoffnung macht fraglos der Umstand, dass das rettende Ufer gerade mal einen Sieg entfernt ist.

Nach einem solchen Sieg ist auch der kommende Auswärtsgegner der Hiesfelder schon seit geraumer Zeit hinterher, und zwar seit inzwischen sieben Spielen. Aus denen holte der Aufsteiger SC Velbert gerade einmal zwei Zähler, und so wurde aus einem guten Start, bei dem das Team gleich durchaus wieder oben mitmischte, ein inzwischen mittelmäßiger neunter Tabellenplatz. Der ist für einen Aufsteiger zwar immer noch mehr als beachtlich, aber soll der Blick mit den aktuell 18 Zählern nicht weiter nach unten gehen, müsste auch hier wieder einmal ein Sieg her. Um den Begriff „Krisentreffen“ kommt man also eigentlich kaum herum.

„Allmählich wird es für uns natürlich wichtig, dass wir nicht davon reden, dass wir ein Spiel gewinnen müssen, sondern das auch wirklich mal tun“, sagt Drotboom, der immer positiv an alle Aufgaben herangeht, aber inzwischen natürlich die eine oder andere Patrone bereits verschossen hat. Sicherlich würde die Mannschaft auch ihm das Leben mit einem dreifachen Punktgewinn erheblich leichter machen.Unter der Woche gab es ein Gespräch des Trainerteams mit dem Sportlichen Leiter Gerd Ott und dem Vorsitzenden Dietrich Hülsemann. „Das fand ich sehr gut. Es ging dabei überhaupt nicht um Personen sondern nur darum, was wir gemeinsam tun können, um die Situation der Mannschaft zu verbessern. So kann man arbeiten“, betont Drotboom.

Ein Auge müssen die Hiesfelder sicherlich auf den gefährlichen Angreifer Robin Hilger haben. Denn trifft der nicht, wird es auch für den SC insgesamt schwer, Spiele zu gewinnen. Genauer gesagt: Nur einen einzigen Punkt hat der Aufsteiger bisher in Spielen gewonnen, in denen Hilger nicht getroffen hat, und zwar beim 1:1 gegen Hilden. Eine Aufgabe der Hiesfelder sollte also klar sein. Aber in der Defensive liegt auch aktuell gar nicht das Problem. Es hakt eher in der Offensive, und so darf der geneigte Hiesfelder Fußballfan hoffen, dass bei Pascal Spors oder Kevin Menke endlich der Knoten platzt.

Personell gibt es Positives wie Negatives. Denn zum einen hat zuletzt erstmals zwei Spiele in Folge die gleiche Viererkette in der Defensive gespielt, zum anderen befindet sich Kevin Krstofiak derzeit in prächtiger Form. Allerdings wird er sich am Sonntag auf einen anderen PArtner in der Doppel-Sechs einstellen müssen. „Gino Mastrolonardos Verletzung vom vergangenen Sonntag hat sich als Reizung der Patellasehne herausgestellt, er wird uns zwei bis drei Wochen fehlen“, sagt Drotboom. Die Position wird mir großer Wahrscheinlichkeit von Abdoulsaye Sakho übernommen. Geärgert hat sich der Teammanager darüber, dass es zuletzt medial doch Kritik an Angreifer Kevin Menke gab, die ihm zu hart und einseitig war. „Natürlich hat er zuletzt nicht getroffen, war schon besser in Form. Aber an seiner generellen Qualität lasse ich keinen Zweifel zu. Er hat unter meiner Führung 45 Ligatore geschossen, und da werde ich ihn immer in Schutz nehmen.“

Quelle: fupa.net