Für den TV Jahn Hiesfeld bleibt es in der Oberliga Niederrhein schwierig. Nachdem die Mannschaft von Teammanager Thomas Drotboom zu Beginn nicht wirklich in den Rhythmus kommen wollte, gelang Ende September beim 3:0 gegen den SC West der dringend benötigte Sieg. Nun gab es jedoch wieder einen Rückschlag, der jedoch leichter erklärbar ist als die vorherigen Geschehnisse. Denn beim 0:3 in Bocholt am Sonntag blieb Drotboom nicht mehr viel Personal übrig.

„Ich will jetzt nicht nach Ausreden suchen, aber man muss dann wirklich schonmal die Fakten auf den Tisch legen. Und die sehen halt so aus, dass mir fast die gesamte Abwehr weggebrochen ist. Ohne Kevin Kolberg, Ioannis Alexiou, Kevin Krystofiak wird es dann irgendwann schwer“, erklärte Drotboom, der sich zudem mit einigen angeschlagenen Spielern herumschlagen muss. Vorwürfe hielten sich demnach auch in Grenzen, denn das Personal, das auf dem Platz stand, mühte sich nach Kräften.

Schon in der dritten Minute gerieten die Hiesfelder durch einen starken Kopfball von Dominik Göbel in Rückstand. „Das war stark gemacht, wir hatten uns noch gar nicht sortiert“, erklärte Drotboom. Danach hielt das Team gegen einen der Liga-Favoriten ordentlich mit, hatte sogar durch Kevin Menke eine gute Chance zum Ausgleich. So machte Drotboom seinem Team nach der Pause sogar noch Mut, dem dann aber wenig später die Grundlage entzogen wurde. „Da haben wir für zehn Minuten wirklich tief geschlafen, und in denen haben dann André Bugla und Tim Winking das Spiel entschieden“, fügte der Teammanager an. Zwar liegen die Hiesfelder nun auf dem vorletzten Tabellenplatz, doch es fehlt nur ein Zähler für den Weg aus der Abstiegszone und deren drei bis zum elften Platz.

Vor diesem Hintergrund sind die beiden nun anstehenden Spiele von enormer Wichtigkeit. Den Auftakt macht der Auftritt beim Landesligisten MSV Düsseldorf im Niederrheinpokal am Mittwoch (19.30 Uhr), am Sonntag kommt dann Tabellenschlusslicht FSV Duisburg. „Diese beiden Spiele sind jetzt natürlich schon sehr wichtig, danach kann alles anders aussehen. Wir haben die Düsseldorfer am Sonntag beobachtet. Das ist ein lauf- und kampfstarker Gegner, der sicherlich keine leichte Aufgabe ist, den wir aber auf jeden Fall packen können“, sagt Drotboom und ist dabei gewohnt optimistisch.

Quelle: fupa.net