Eine Fähigkeit hat der TV Jahn Hiesfeld in dieser Saison immerhin schon einmal kultiviert. Rückstände schocken die Mannschaft des Trainerduos Thomas Drotboom und Markus Kay schon einmal nicht. Auch beim VfB 03 Hilden gerieten die Hiesfelder früh in Rückstand, drehten nach der Pause dann aber das Spiel. Ein wenig bitter war am Ende nur, dass es dennoch nicht zum Sieg reichte.

In Rückstand geriet der TV Jahn bereits in der zweiten Spielminute. Torhüter Dominik Weigl machte dabei erneut nicht die beste Figur, als er einen Ball im Spielaufbau nicht wie möglich flach auf Kevin Corvers spielte, sondern hoch ins Halbfeld, von wo die Gastgeber blitzschnell schalteten. „Im Rückwärtslaufen hatte er wieder ein paar Probleme mit der Orientierung, und schon waren wir ganz früh in Rückstand“, schilderte Drotboom die Umstände des Treffers, den letztlich Talha Demir aus 25 Metern erzielte.

Danach ergriff der TV Jahn schnell die Initiative, belohnte sich vor der Pause aber noch nicht. Bereits nach zehn MInuten hatte Philipp Goris, der sich wie Sturmpartner Kevin Menke viel bewegte und Bälle oft prallen ließ, die Chance, als er frei auf das Tor der Hildener zulief, aber an Martin Oberhoff scheiterte. „Unser Problem ist aktuell, dass wir es den Gegnern bei unseren Gegentoren zu leicht machen und selbst zu viele dicke Chancen liegen lassen. Schlecht aussehen tut das inzwischen bei uns wirklich nicht. Zur Pause hätten wir eigentlich 2:0 führen müssen“, erklärte Drotboom, der in der Kabine ruhig blieb.

Kurz nach der Pause räumte der Hiesfelder Teammanager allerdings auch ein wenig Glück für sein Team ein, als es in einer Situation auch gut 0:2 hätte stehen können. Dazu kam es jedoch nicht, dafür fiel das insgesamt verdiente 1:1, und der Torschütze war wieder Pascal Spors, der schon im Pokal am Mittwoch viermal erfolgreich war. „Das hat er ausgezeichnet gemacht, den Ball vom Strafraumeck als Dropkick genommen und ihn im langen Winkel versenkt.“ Und als Gino Mastrolonardo dann in der 76. Minute mit seinem ebenfalls zweiten Saisontor in der Oberliga zur Führung traf, sah es zunächst nach einem Erfolg der Hiesfelder aus.

Dass der am Ende nicht gelang, lag auch an dem Umstand, dass in den folgenden Minuten der Deckel nicht auf die Partie gemacht wurde. „Erst hätte GIno beinahe noch einmal getroffen, dann hat Pascal Spors einen Kopfball nicht im Tor untergebracht, den er normalerweise macht. Aber da würde ich nie etwas sagen, war er doch nach dem Pokalspiel vielleicht dann auch etwas müde“, erklärte Drotboom. Fünf MInuten vor dem Ende brachte dann Kevin Corvers im Strafraum Mihai Bogoiu zu Fall, den fälligen, berechtigten Elfmeter verwandelte Zissis Alexandris. „Der Fehler passiert aber weit vorher. Kevin Corvers hatte davor gefühlt von 85 Kopfballduellen 84 gewonnen. Das ist der letzte der Jungs, dem ich einen Vorwurf machen würde.“

Am Dienstag testen die Hiesfelder gegen den Beirksligisten Friedrichsfeld, und dabei wird dann wohl auch ein Torwart testweise zum Einsatz kommen, dessen Verpflichtung bis zur Winterpause der TV Jahn erwägt. Denn neben dem noch verletzten Marian Orgrajensek, der frühestens in fünf bis sechs Wochen wieder eingreifen kann, hat sich auch Alexander Gbür an der Schulter verletzt.

Quelle: fupa.net