Am Sonntag hat die Vorbereitung ein Ende, und das ist auch gut so, wenn man hört, was Thomas Drotboom als Teammanager des TV Jahn Hiesfeld zu sagen hat. „Die Vorbereitung hat sich gezogen wie ein Kaugummi. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt wieder um Punkte spielen“, betont er. Und mit dem VfB Homberg kommt gleich eine der wohl stärksten Mannschaften der Liga.

Dass Trainer noch nicht wirklich wissen, wo eine Mannschaft nach der Vorbereitung steht, darf als normal gelten. Aber Drotboom hadert nicht mit Dingen, die er nicht ändern kann. „Über die Hitze haben in der Vorbereitung viele geklagt, das war natürlich auch heftig. Aber auch das Problem, das immer wieder Spieler im Urlaub sind, haben ja alle. Das ist natürlich nicht optimal, aber damit muss man einfach leben. Einige meiner jungen Spieler haben ihren Urlaub sogar abgesagt. Das ist natürlich nicht normal, weil wir immer noch Amateure sind. Das fand ich großartig“, sagt Drotboom.

Im Hinblick auf die Auftaktpartie macht ihm gemeinsam mit Trainer Markus Kay die Defensive noch ein wenig Sorgen. „Kevin Corvers ist nocht nicht wieder bei 100 Prozent, zudem hat sich Ioannis Alexiou im Pokalspiel in Jüchen ein wenig verletzt. Er hat zwar wieder trainiert, aber da müssen wir abwarten, wie es sich entwickelt“, sagt Drotboom. Zudem wurde auch Dennis Wichert mit seinen Problemen an der Hand noch einmal aus dem Training genommen.

Sehr glücklich ist Drotboom hingegen damit, wie sich die Zugänge in Hiesfeld eingefügt haben. Besonders Angreifer Nicolai Pakowski, der aus der A-Jugend des MSV Duisburg kommt, könnte für Drotboom in Hiesfeld noch eine große Rolle spielen. „Er ist für mich ein ungeschliffener Diamant, aber auch ein Hitzkopf. Wenn der Junge macht, was wir ihm sagen, dann wird da noch eine ganze Menge kommen“, erklärt Drotboom. „Aber auch die anderen neuen wie etwa die jungen Philipp Demler und Jan Luka Husmann oder der routinierte Stefan Jagalski sind bestens bei uns angekommen“, fügt Drotboom an.

Verletzt hatte sich ja bereits vor seinem Wechsel Marian Ograjensek, der die Nachfolge von Torhüter Kevin Hillebrand antreten sollte. Das wird er wohl auch noch tun, doch die Hiesfelder mussten reagieren, und so holten sie noch den 30-jährigen Dominik Weigl vom SV Scherpenberg, der in der Landesliga im Vorjahr alle 34 Spiele absolvierte. „Er liefert sich gerade mit Alex Gbür ein Duell um den Platz im Tor. Wie die beiden Jungs sich gegenseitig pushen und bei jeder Einheit dabei sind, ist einfach toll zu beobachten“, erklärt Drotboom und verrät noch nicht, wer für Sonntag das Rennen gemacht hat.

Den Gegner aus Homberg schätzt Drotboom dabei ganz stark ein. „Für mich gehören sie absolut zu den Teams, die in Sachen Aufstieg eine Rolle spielen können. Wir haben im Vorjahr beide Spiele gegen Homberg verloren. Da sollte klar sein, dass wir eine harte Nuss vor uns haben. Aber Angst haben wir dennoch nicht“, betont er. Was das eigene Saisonziel anbetrifft, sind die Hiesfelder diesmal eher zurückhaltend. „Da backen wir etwas kleinere Brötchen, und das ist auch vollkommen in Ordnung so“, betont er. Dennoch sollte klar sein, dass mit dem Abstiegskampf niemand etwas zu tun haben möchte. Und so scheint auch der Kader wieder mal nicht aufgestellt zu sein.

Quelle: fupa.net