Fußball-Oberligist besiegt Ratingen mit 2:1 (2:1). Innenverteidiger Ioannis Alexiou macht sein 50. Spiel für den TV Jahn.

Tim Perkovic hatte genau nachgerechnet. 20 Minuten vor Schluss nahm der Stadionsprecher des Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld das Mikrofon in die Hand, Trainer Thomas Drotboom wechselte Ioannis Alexiou anstelle von Robin Riebling ein und Perkovic begrüßte den Innenverteidiger mit einem Jubiläum: Die Partie gegen Germania Ratingen war Alexious 50. im „Veilchen“-Trikot. Da traf es sich gut, dass der TV Jahn zur Feier des Tages einen 2:1 (2:1)-Sieg einfuhr und jetzt auch 50 Punkte auf dem Konto hat.

Es war kein glanzvoller Erfolg, eher ein frühsommerlicher Kick zweier Teams, die im Saisonendspurt weder nach oben große Ambitionen noch Sorgen in Richtung Tabellenkeller haben. Dem Trainer war’s schnuppe: „Hinten raus fehlen uns die Körner, da sieht man, dass die Kraft schwindet“, analysierte Drotboom, „aber die Jungs haben sich dafür belohnt, dass sie unbedingt gewinnen wollten“. Und nebenbei erfüllte die Mannschaft einen Wunsch ihres scheidenden Torwarts schon mal zur Hälfte: „Kevin Hillebrand hat darum gebeten, dass wir ihn in seinen letzten beiden Heimspielen nicht mit Niederlagen verabschieden.“ Dafür fehlt nun noch zumindest ein Unentschieden in zwei Wochen gegen den FC Monheim.

Der Spielfilm gegen Ratingen ist schnell erzählt, weil die entscheidenden Szenen bereits in der ersten Viertelstunde abliefen. Den Frühstart legten die Gäste hin, weil sich in der siebten Minute niemand in der Hiesfelder Defensive zuständig fühlte, Carlos Penan energisch im Strafraum anzugehen. Der Angreifer fackelte nicht lange, und schon schlug der Ball zum 0:1 im Hiesfelder Netz ein. „Aber die Jungs haben Moral bewiesen“, freute sich Thomas Drotboom über die prompte Antwort. Nach überlegter Vorarbeit von Kevin Menke schoss Dalibor Gataric zwar zunächst freistehend Ratingens Torwart Dennis Raschka an (10.), doch kurz darauf gelang den „Veilchen“ die Wende per Doppelschlag: Erst traf Pascal Spors zum Ausgleich (12.), Sekunden später schaltete Ekin Yolasan direkt nach dem Wiederanstoß am schnellsten und nutzte eine Unaufmerksamkeit der Germania mit dem Führungstreffer (13.).

Damit war die Begegnung bereits entschieden, in der Folge spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab, die wenigen Chancen hüben wie drüben verpufften wirkungslos. Die 50 Punkte und der Sprung auf Platz sechs sind für Drotboom aber eine gute Basis: „Sechs Punkte müssten in den letzten drei Spielen mindestens noch drin sein.“

TV Jahn: Hillebrand; Riebling (70. Alexiou), Klaß, Krystofiak, Spors (86. Wichert), Danijel Gataric, Yolasan, Dalibor Gataric (76. Weßelburg), Schirru, Mastrolonardo, Menke.

(-dom-)
Quelle: rp-online.de