Fußball: Oberligist TV Jahn Hiesfeld spielt schon heute bei TuRu Düsseldorf. Verletzte kommen zurück.

Ein Boxring wird heute Nachmittag auf dem Sportplatz an der Feuerbachstraße in Düsseldorf nicht aufgebaut, und mit den Fäusten werden sich die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld gegen die TuRu unter normalen Umständen ab 16 Uhr kaum bearbeiten. Unter den Zuschauern wird dafür einer erwartet, der sich mit schlagkräftigen Argumenten bestens auskennt: Profiboxer Timo Rost will auf Einladung des gastgebenden Vereins rund um die Partie die Werbetrommel rühren. Für die Hiesfelder Kicker geht es derweil darum, in den 90 Minuten gegen den Tabellen-13. keinen Knockout zu kassieren.

Nach dem ärgerlichen wir unnötigen Punktverlust in der Nachspielzeit beim 1:1 gegen den Cronenberger SC am vergangenen Sonntag fordert Trainer Thomas Drotboom eine Reaktion – wohl wissend, dass mit zurzeit 44 Punkten auf Rang acht weder nach oben noch nach unten große Ausschläge in der Tabelle zu erwarten sind. „Sicher geht es für uns um nichts mehr“, weiß der Hiesfelder Übungsleiter, „aber das gilt ja wahrscheinlich auch in der nächsten Saison, es sei denn, wir spielen von Anfang an gegen den Abstieg“. Wovon Drotboom selbstredend nicht ausgeht: „Das soll nur heißen, dass sich jeder ins Zeug legen sollte.“

Zumal der Gegner im Kampf um den Klassenerhalt bei sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bei einem Spiel mehr noch nicht ganz gesichert ist. TuRu hat sich deshalb kurzfristig noch die Dienste eines defensiven Mittelfeldspielers mit prominentem Namen gesichert: Jacub Przybylko ist der Zwillingsbruder des Zweitliga-Profis Kacper Przybylko, der für den 1. FC Kaiserslautern spielt. Der 25-Jährige kickte in den vergangenen Jahren unter anderem für die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 und zuletzt beim TuS Erndtebrück.

Im Hiesfelder Lager lichtet sich langsam das Lazarett, Dennis Wichert, Lennart Laader und Nico Klaß könnten demnächst wieder einsatzbereit sein. Bei Kevin Corvers besteht Hoffnung, noch in dieser Spielzeit die eine oder andere Partie absolvieren zu können, „aber der Fokus liegt auf der nächsten Saison“, so Drotboom. Bei den Verhandlungen mit den Spielern hofft Abteilungsleiter Gerd Ott bis Ende nächster Woche unter anderem Klarheit über die Zukunft von Joel Zwikirsch, Robin Riebling und Kevin Krystofiak zu bekommen.

(-dom-)
Quelle:rp-online.de