Der TV Jahn Hiesfeld läuft der Musik und den Gastgebern größtenteils hinterher und verliert das Oberliga-Duell mit 0:3. Danny Rankl feiert sein Startelf-Debüt für den VfB

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Den Ton wolle sein Team angeben, hatte Stefan Janßen im Vorfeld des Oberliga-Duells gegen den TV Jahn Hiesfeld angekündigt – auch wenn seine Kicker am Sonntag ein, so Janßen „Top-Fünf-Team“ und den aktuell Drittplatzierten der Liga empfingen. Und der VfB Homberg setzte die Ankündigung seines Trainers um. Die Gäste aus Dinslaken waren nicht chancenlos – der Musik rannten sie aber weitestgehend hinterher. Der VfB bestimmte das Geschehen teilweise derart, dass sich Julien Rybacki in der Schlussphase gar eine Trinkpause während des Spiels gönnen konnte – und die hatte sich der Stürmer, der beim 3:0 (0:0)-Erfolg der Homberger an allen drei Treffern beteiligt war, auch verdient.

„Das war eine sehr ordentliche Vorstellung und sehr engagierte Leistung“, lobte Stefan Janßen sein Team, das er in einem 3-5-2-System mit Dennis Wibbe als hängender Spitze aufs Feld geschickt hatte.

In vorderster Front feierte Danny Rankl, der zum ersten Mal nach seinem Verletzungspech seit dem Wechsel im Winter im Kader stand, an der Seite von Rybacki bis zur 66. Minute gleich sein Startelf-Debüt gegen seinen Ex-Klub. „Er ist noch nicht bei hundert Prozent, hat es aber schon ordentlich gemacht“, sagte der Coach, der für seine Defensive ein Sonderlob übrig hatte. „Es war nicht einfach, gegen eine der besten Offensiven der Liga keinen Treffer zuzulassen.“

Daran hatte einmal mehr Philipp Gutkowski seinen Anteil. Hatte der VfB durch Rybacki (2.) und Wibbe (19., 23.), die frei vor dem Tor an Gästekeeper Kevin Hillebrand scheiterten, ein Chancenplus in der Anfangsphase, so vergab der Jahn die beste Möglichkeit zur Führung.

Gutkowski pariert Strafstoß

Nach einem Foul von Wibbe an Kevin Menke, parierte Gutkowski den anschließenden, von Damiano Schirru halbhoch geschossenen Strafstoß (25.). „Zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel kippen können, wir hatten auch etwas die Ordnung verloren“, so Janßen, „aber ab der 35. Minute haben wir uns wieder gefangen.“ Da scheiterte Wibbe erneut aus bester Distanz noch an Hillebrand, doch in der Pause hatten der Stürmer und seine Kollegen scheinbar Zielwasser getrunken. „Das war traumhaft, besser geht’s kaum“, freute sich der VfB-Coach über den feinen Fußball, den sein Team bei hohem Tempo und intensiver Laufarbeit zeigte – und der nun auch Zähbares brachte.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff traf Rybacki nach Vorlage von Wibbe, zwei Minuten später das umgekehrte Spiel, nachdem sich Rybacki über rechts durchgetankt hatte.

Durch Kopfbälle nach Flanken blieb Hiesfeld gefährlich. Menke köpfte knapp über den Kasten (56.), Kevin Krystofiak an den Pfosten (68.). Der VfB hielt die Gäste dennoch hauptsächlich in deren Hälfte, und hatte zwischen den beiden Kopfball-Chancen den Sack zu gemacht. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie stürmte Rybacki auf Hillebrand zu, hätte selbst den Doppelpack schnüren können, legte aber uneigennützig auf den mitgelaufenen Metin Kücükarslan ab, der wenig Mühe zum 3:0-Schlusspunkt hatte (61.). „Es hätte auch 7:2 ausgehen können“ meinte Stefan Janßen , „aber ein 3:0 ist mir lieber.“