Wahnsinns-Spiel beim TV Jahn Hiesfeld endet 3:3

Mit FuPa.tv: Irres Keeper-Tor von Kevin Hillebrand zum Ausgleich im Topspiel gegen den SV Straelen
Es gibt diese Tage, an denen Pech und Glück so unfassbar nah beieinander liegen. So erging es am Sonntagnachmittag im Topspiel der Oberliga auch Hiesfelds Torhüter Kevin Hillebrand. Im Topspiel gegen den SV Straelen, das letztlich 3:3 endete, erlebte er binnen gut einer Minute die klassische Geschichte „from zero to hero“.

Die Partie auf dem Hiesfelder Kunstrasen begann für die Gastgeber nahezu optimal. In der sechsten Spielminute brachte Kevin Kolberg einen Freistoß in den Straelener Strafraum, der genau auf dem Kopf von Pascal Spors landete. Dessen Kopfball senkte sich tödlich in den langen Winkel, Torhüter Marian Gbur war ohne Abwehrchance. Die erste Hälfte der ersten Halbzeit gehörte auch danach den Gastgebern, die nicht nur durch Torjäger Kevin Menke gute Möglichkeiten hatten, das Resultat auszubauen. Danach kamen die Gäste dann besser ins Spiel und waren bis kurz vor dem Pausenpfiff das Team, das die Torannäherungen produzierte. Das führte dann in der 43. Minute auch zum Ausgleich durch René Jansen. „Es ist klar, dass man eine Mannschaft mit einer solchen Qualität, vor allem auch in der Offensive, nicht über 90 Minuten dominieren und im Griff haben kann“, erklärte Hiesfelds Coach Thomas Drotboom, der sich wenig später aber wieder freuen durfte. Denn zur Pause war noch nicht gepfiffen, als die Hiesfelder wieder in Führung gingen. Zwei Schussversuche des im Strafraum freigespielten Damiano Schirru wehrte Gbur noch ab, im dritten Anlauf drückte Gino Mastrolonardo den Ball dann über die Linie.Auch die zweite Halbzeit begann ereignisreich. Drei Minuten nach dem Wiederbeginn wurde ein Straelener Freistoß von Aram Abdelkarim von der Hiesfelder Zwei-Mann-Mauer so unglücklich abgefälscht, dass der Ball eine Flugkurve nahm, die Keeper Kevin Hillebrand so nicht erwarten konnte: Es stand 2:2 (48.). Gleich im Gegenzug hatten die Hiesfelder durch Menke wieder eine gute Chance, es fehlte nicht viel. Hiesfeld blieb am Drücker, hatte zwei weitere gute Chancen durch Schirru, eine in der 54. Minute, eine zweite zwei Minuten später eingesetzt von Joel Zwikirsch. Die Hiesfelder hatten weiter mehr und auch vor allem die besseren Chancen. So knallte ein Schuss von Mastrolonardo aus gut 20 Metern in der 67. Minute gegen den Querbalken.

Beinahe hätten sich die ausgelassenen Möglichkeiten böse gerächt. Nach 88 Minuten fuhren die Straelener einen Konter, bei dem Hillebrand den Ball unglücklich abklatschen ließ und sich letztlich den Nachschuss, erneut von Abdelkarim, zum 2:3 einfing. Doch dann gab es wieder eine dieser Geschichten, wie sie nur der Fußball schreibt. Der Keeper ging bei der nachfolgenden Ecke mit nach vorne und köpfte den Ball in einer Manier zum 3:3 ein, wie es ein Klassestürmer besser nicht hätte machen können. Was für ein Jubel, Betretenheit auf der Gegenseite, die sich zuvor noch zu Recht gefreut hatte. Auf dem Platz wurde es danach noch hektisch, Kolberg sah von Schiedsrichter Maximilian Fischedick noch die Gelb-Rote Karte. „Ich kann echt absolut nicht sagen, was da los war“, sagte Drotboom, der sich natürlich beim Ausgleich erstmals tierisch mit seinem Team freute. „Ich hatte Kevin eigentlich gesagt, dass er hinten bleiben soll, weil wir noch vier Minuten zu spielen hatten. Aber was soll ich da als Trainer jetzt sagen.“

Drotbooms Fazit fiel nach 90 Minuten durchweg positiv aus. „Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass ich absolut zufrieden bin, wenn jeder einzelne Spieler hinterher von sich behaupten kann, alles gegeben zu haben. Das haben die Jungs fraglos getan, und wenn ich sehe, wie wir uns teilweise Chancen erspielt und wie unglücklich wir die Gegentore bekommen haben, dann war das schon ein guter Nachmittag“, erklärte der Hiesfelder Coach, der so auch in der Wette mit Straelens Mäzen Hermann Tecklenburg ein Pari erzielte und mit diesem nach dem Spiel noch ein Bierchen schlürfte.

Quelle:fupa.net