Vor dem Topspiel der Oberliga zwischen dem TV Jahn Hiesfeld und dem SV Straelen beruhigen die Spieler ihren Coach – sie sind motiviert bis in die Haarspitzen
Der TV Jahn Hiesfeld steht am Sonntag auf eigenem Platz vor einem echten Topspiel in der Oberliga. Zu Gast sein wird der SV Straelen, der mit einem 5:1-Erfolg im Nachholspiel gegen den Cronenberger SC wieder die Tabellenspitze übernommen hat. Die Chance, zumindest nach Punkten mit dem SVS auf Augenhöhe zu bleiben, hatten die Hiesfelder nicht, weil deren Nachholspiel in Vohwinkel erneut verschoben werden musste.

Das heißt nun aber, dass die Hiesfelder dieses Gleichziehen am Sonntag nachholen könnten – und dann ja sogar noch die Nachholpartie in der Hinterhand hätten. Und da es ein direktes Duell ist, würde auch „schon“ ein Sieg mit drei Toren Vorsprung reichen, um auch nach Toren die Straelener hinter sich zu lassen. Ob das nun wirklich gelingt oder nicht, dürfte am Sonntag um 15 Uhr zunächst eine untergeordnete Rolle spielen.

Vielmehr war es im Vorfeld der Partie ein Thema, dass die beiden Klubs finanziell wohl doch erheblich unterschiedlich ausgestattet sind. Auf seiner Facebook-Seite vergleicht sich der TV Jahn Hiesfeld mit dem berühmten gallischen Dorf aus den Asterix-Comics, das am Sonntag „eine Armee von römischer Schlagkraft“ im Stadion am Rotbach erwarte. Klingt zwar ein wenig martialisch, dürfte aber ohne präzise Kenntnisse der Etats so falsch wohl nicht sein. Immerhin verpflichteten die Straelener mit Burak Uca für die Offensive jüngst noch einmal einen Ex-Profi – als sei die Offensive im Team von Trainer Dietmar Schacht mit Randy Grens, David Kalokoh, René Jansen, Drilon Istrefi, Aram Abdelkarim und wie sie alle heißen nicht schon stark genug besetzt.

Das alles kann die Hiesfelder dennoch nicht wirklich beunruhigen. „Ich haben meinen Jungs vor der Saison gesagt, dass wir unser Spiel nicht nach dem Gegner ausrichten wollen. Das tun wir auch jetzt nicht“, sagt Hiesfelds Coach Thomas Drotboom, der sich aber dennoch sicherlich einen Matchplan für die Straelener zurechtlegen wird – oder das schon getan hat. Ausfallen wird am Sonntag Kevin Krystofiak, der ebenso erkältet ist wie Lennard Laader, der noch krank, aber auf dem Weg der Besserung ist. Einen Erkältungs-Rückfall erlitt derweil Marcel Welscher. „Da habe ich mich von ihm bequatschen lassen, er hätte das lieber auskurieren sollen“, erklärt Drotboom dazu. Für Krystofiaks Position in der Innenverteidigung kämen Niko Klaß oder Danijel Gataric in Frage. Für welche Lösung sich Drotboom auch immer entscheiden mag: Spannend dürfte es auf jeden Fall werden. Im Training sei das Bällchen jedenfalls mehr als flott unterwegs gewesen. „Und wenn ich aus dem Nichts von Spielern WhatsApp-Nachrichten bekomme, ich solle mir für Sonntag mal keine Sorgen machen, dann finde ich das ganz stark“, sagt der Coach.