Mehr als ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Oberliga-Fußballer des TV Jahn mal wieder auf den Rasen im Hiesfelder Stadion durften. Seit Anfang Oktober war der Platz nicht bespielbar, mit der Sonne kam jetzt aber endlich auch eine Besserung der Bodenverhältnisse in Sicht: „Da kommen richtig Frühlingsgefühle auf“, grinst Trainer Thomas Drotboom nach den ersten Trainingseinheiten auf mittlerweile ungewohntem Untergrund.

Am morgigen Sonntag ab 15 Uhr wird sich zeigen, wie seine Schützlinge gegen den Cronenberger SC mit der Umstellung vom Kunst- auf Naturrasen zurechtkommen.

Der Trend ging zuletzt abwärts, die Blütezeit schien bei den „Veilchen“ schon lange vor Saisonende vorbei. Fünf Niederlagen in den letzten sechs Pflichtspielen inklusive dem Aus im Niederrheinpokal beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen stellen die ernüchternde Bilanz in Zahlen dar.

Viel geredet wurde deshalb im Training, sowohl in Einzelgesprächen als auch in der Gruppe: „Warum tun wir uns so schwer, unser Spiel aufzuziehen?“, fragte Drotboom sich ebenso wie seine Spieler. Von Schuldzuweisungen hält der Coach nichts, aber die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff fiel schon zuletzt ins Auge.

„Solch eine Aktion wie von Velberts Moses Lamidi am vergangenen Sonntag, der an mehreren Spielern vorbei in den Strafraum zieht und den Elfmeter rausholt, würde ich mir mal wieder von einem unserer Leute wünschen“, erklärt der 51-Jährige und erinnert dabei an bessere Zeiten seiner Elf auch in dieser Spielzeit.

Gegen die abstiegsgefährdeten Cronenberger soll sich die Chance dazu bieten. Rechtzeitig haben sich auch einige zuletzt angeschlagene oder erkrankte Spieler wie Ekin Yolasan, Danijel und Dalibor Gataric, Joel Zwikirsch und Robin Riebling wieder zum Training zurückgemeldet. Zudem besteht bei Nico Klaß ebenfalls Hoffnung auf einen Einsatz.

Pascal Spors kann dagegen nur zuschauen: Der Flügelspieler holte sich in Velbert die zehnte Gelbe Karte der Saison ab und ist folgerichtig gesperrt.

(-dom-)
Quelle:rp-online.de