Fußball-Oberligist Hiesfeld kassiert bei der SSVg Velbert eine verdiente 0:1-Niederlage.

Das Zwischenhoch hat sich schnell wieder verzogen. Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld scheint in der Endphase der Saison nicht mehr richtig in Tritt zu kommen. Nach dem Sieg am Gründonnerstag gegen den VfR Fischeln verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Drotboom gestern bei der SSVg Velbert durch einen Elfmeter in der Schlussphase mit 0:1 (0:0). Die Bilanz der letzten sieben Spiele: Ein Sieg, ein Unentschieden, fünf Niederlagen.

Drei Minuten vor Schluss erzielte Manuel Schiebener in Velbert das einzige Tor. Das Stürmer-Duo Michael Symkacz/Moses Lamidie hatte den Strafstoß heraus geholt. Nach schönem Dopplpass war Lamidi frei und wurde dann von Jahn-Verteidiger Pascal Spors gelegt.

Kurz danach hätten die Gäste aus Dinslaken zwar bei einem ihrer wenigen gefährlichen Gegenstöße fast noch den Ausgleich erzielt, als der spät eingewechselte A-Junior Maximilian Rissel noch eine Flanke nach innen schlug, doch das wäre dem Spielverlauf nicht gerecht geworden. „Ich hätte den Jungs den Punkt gegönnt“, meinte Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom. Er wusste aber auch: Die SSVg hatte unterm Strich verdient gewonnen, sie hatte sich in der ersten Halbzeit spielerisch deutlich stärker gezeigt und in der zweiten Hälfte gegen eine verbesserte Gäste-Elf immerhin noch kämpferisch überzeugt.

Velbert musste auf Torjäger Ali Aydin (5. Gelbe Karte), Pascale Talarski (erkrankt) Erhan Zent, Max Machtemes und Noah Abdel Hamid (alle verletzt) verzichten. Dennoch kamen die Gastgeber nach einer kurzen Anlaufzeit gut ins Spiel. Sie setzten die Hiesfelder unter Druck und erspielten sich vier, fünf große Möglichkeiten.

Allerdings fanden sie dabei in Jahn-Keeper Kevin Hillebrand ihren Meister. Er parierte die Distanzschüsse von Robert Nanji und Hakan Uzun und war auch aus kürzerer Entfernung nicht zu bezwingen, zweimal rettete er gegen Smykacz, zweimal gegen Lamidi.

„Wir hätten zur Pause durchaus mit 4:0 in Führung liegen können“, meinte SSVg-Trainer Imre Renji. Zwar versuchte sein Team, das Versäumte in der zweiten Halbzeit nachzuholen, doch dabei ging die spielerische Linie verloren. Drotboom haderte dagegen mit der Offensivleistung, Kevin Menke und Damiano Schirru suchten vergeblich nach einem Erfolgserlebnis. Im Mittelfeld bekam Danijel Gataric ein Lob vom Trainer. Vor dem entscheidenden Elfmeter versäumten es die „Veilchen“ jedoch, Lamidi zu stören, bevor er in den Strafraum eindringen konnte. Letztlich war’s einmal zuviel gezögert.

TV Jahn: Hillebrand; Kolberg, Krystofiak, Alexiou, Spors, Danijel Gataric, Mastrolonardo (89. Rissel), Dalibor Gataric, Schirru (81. Goralski), Weßelburg (89. Welscher), Menke.

(-dom-/U.T.)