Der TV Jahn Hiesfeld tritt zu seiner Oberliga-Begegnung des 27. Spieltags am Sonntag um 15 Uhr bei der SSVg Velbert an. Im Hinspiel gab es für die Hiesfelder, die am Ostermontag durch die Nachholspiele auf den sechsten Platz zurückgefallen sind, eine 1:2-Heimniederlage, nachdem Kei Hirose, der den Klub im Winter verlassen hat, früh den Führungstreffer erzielt hatte.

Die Gastgeber aus Velbert haben aus den vorigen fünf Partien lediglich einen Zähler geholt und rangieren inzwischen zehn Zähler hinter den Hiesfeldern auf Platz zwölf, womit in Sachen Abstieg zumindest nichts mehr passieren sollte. Vom Anspruch ist das allerdings weit entfernt, wollten die Velberter doch wohl eher um den Aufstieg mitspielen. „Wir haben ja nicht nur das Hinspiel verloren, sondern im Vorjahr in Velbert zur Pause 0:3 hinten gelegen und dann nur noch den Anschluss geschafft. Wir haben also definitiv noch etwas gutzumachen“, sagt Trainer Thomas Drotboom.

Für die Hiesfelder indes geht es darum, den Aufwärtstrend der vergangenen Spiele zu bestätigen und nach zehn Tagen Spielpause mit der nötigen Frische aufzutreten. So war auch der Coach selbst beim Skifahren ein paar Tage mit etwas anderem beschäftigt. In den beiden vergangenen Spielzeiten war bei den Hiesfeldern lediglich die Rückrunde wirklich erfolgreich, so geht es nun darum, eine an und für sich durchweg sehr respektable Saison nun auch mit dem entsprechenden Ergebnis abzuschließen. Aktuell beträgt nämlich der Rückstand auf Platz drei nur drei Punkte, der Vorsprung auf Platz elf allerdings ebenso nur drei Zähler. „Das ist sicherlich richtig, aber auf der anderen Seite können wir auch absolut befreit aufspielen. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie schon das Warmmachen genießen sollen“, sagt Drotboom in vollem Bewußtsein, dass es personell am Wochendne für ihn nicht leicht wird.

Denn die Verletztenliste der Hiesfelder wird aktuell lang und länger. Am Wochenende werden mit Nico Klaß, Ekin Yolasan, Robin Riebling, Dennis Wichert, Kevin Corvers und Lennart Laader mindestens sechs Akteure nicht zur Verfügung stehen. Damit ist auch klar, dass sich Drotboom schwerpunktmäßig in der Defensive etwas einfallen lassen muss. „Meine linke Seite fällt damit komplett aus. Aber auch da werde ich mir schon irgendetwas überlegen“, sagt der Trainer, der die elf Mann, die dann in der Startelf stehen werden, schon entsprechend heiß machen wird. Immerhin bietet diese Situation auch die Chance, den einen oder anderen Spieler auf einer anderen Position zu sehen.

Mit dabei im Training der Ersten Mannschaft ist aktuell A-Junior Max Rissel. Der ist Stammspieler in der Leistungsklasse und im offensiven Mittelfeld angesiedelt. „Das ist ein richtig guter Junge“, sagt Drotboom und lobt den Jungspund, der vielleicht gar nicht so weit von seinem ersten Einsatz in der Oberliga entfernt ist. Denn diese Chance könnte die Hiesfelder Verletztenproblematik bieten.