Live im Ticker und bei FuPa.tv: Am Mittwochabend steht das Halbfinale des Niederrheinpokals bei Rot-Weiss Essen an, das eigentlich ein Heimspiel für die Dinslakener sein sollte
Für den TV Jahn Hiesfeld steht am Mittwoch, und das darf man mit Recht wohl so sagen, eines der größten Spiele in der Vereinsgeschichte auf dem Programm. Denn im Halbfinale des Niederrheinpokals tritt der Oberligist beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen an, und das ist wohl zumindest die Top-Begegnung, seit die Hiesfelder 2014 in Duisburg gegen den MSV im Finale dieses Wettbewerbes standen und nach Führung durch Dennis Hecht bei einem weiteren Treffer von Danny Rankl dem MSV 2:5 unterlagen.

Mit Kevin Corvers, Kevin Kolberg, Ekin Yolasan, Pascal Spors, Kevin Hillebrand und Gino Mastrolonardo sind noch eine ganze Reihe von Spielern dabei, die auch 2014 bereits zum Kader der Hiesfelder gehörten. Seitdem hat sich die mediale Aufmerksamkeit, die dem Pokalfinale entgegen gebracht wird, deutlich erhöht. FuPa etwa ist beim Halbfinale und auch bei einigen Spielen des Wettbewerbs zuvor mit FuPa.tv live dabei, und das Finale wird am Tag des Amateurfußballs live in der ARD-Konferenz übertragen. Da steht natürlich außer Frage, dass jeder dieses Erlebnis einmal in seiner Vita haben möchte.

Nicht kleiner wären die Chancen sicherlich gewesen, wenn das Spiel in Hiesfeld ausgetragen worden wäre, und dieses Recht hätte das klassentiefere Team ja eigentlich gehabt. Doch schon bei der Frage nach der möglichen Regionalliga-Lizenz machte die Sportplatzfrage dem Klub einen Strich durch die Rechnung, und so war es letztlich auch in Bezug auf das Pokal-Halbfinale, weshalb das Heimrecht letztlich getauscht wurde.

Das Gefühl des Hiesfelder Trainers Thomas Drotboom vor dem Spiel ist zumindest schon einmal gut. „Ich habe am Montag in der Kabine noch einmal alle zusammengeholt, dann haben wir uns eingeschworen. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie so etwas vielleicht nur einmal erleben werden. Sie sollen das genießen, wir bauen überhaupt keinen Druck auf, aber dennoch fahren wir natürlich da hin, um das Spiel zu gewinnen“, stellt Drotboom klar. Und wie ein Endspiel wäre, das hat sich jeder Spieler in einer solchen Konstellation zumindest schon einmal ausgemalt.

Klar ist allerdings, dass mit Ekin Yolasan und Kevin Corvers zwei Spieler für Mittwoch passen müssen, die 2014 dabei waren. „Kevin hatte ja schon das Homberg-Spiel ins Visier genommen, aber das war dann doch alles etwas zu früh“, sagt der Coach. Nach einem Arbeitsunfall wird auch Lennart Laader passen müssen, bei Danijel Gataric, der am Montag nur Lauftraining absolvierte, wird es ebenfalls eng. Dafür ist Nico Klaß nach abgesessener Gelbsperre wieder dabei. Die Mannschaft hat jedenfalls ihre ehemaligen „Helden“ auch nicht vergessen. So wurde auch Jan-Lukas Pirschel, der im Sommer seine Laufbahn beenden musste, nach Essen eingeladen.

Dass die Partie auch allgemein durchaus ein Gesprächsthema ist. wurde am Donnerstag beim Ruhr Sport Talk in Recklinghausen deutlich, den der TuS Haltern gemeinsam mit FuPa im Porsche-Zentrum Recklinghausen abhielt und bei dem auch Thomas Drotboom zu Gast war. Dort nämlich wetteten Schwarz-Weiß-Essen-Coach Manni Wölpper und Christian Knappmann als Coach von Westfalia Herne  um ein Abendessen, wie die Partie wohl ausgehen wird. Wölpper traut dabei den Hiesfeldern eine Überraschung zu und gab den Essenern mit auf den Weg, Kevin Menke stets im Auge zu behalten. Bleibt abzuwarten, wer am Ende die Zeche zahlen muss. „Sollte Manni verlieren, würde ich gerne dazu stoßen und mich daran beteiligen“, sagt Drotboom amüsiert. „Da würde ich aber auch gerne dazukommen, sollte Manni gewinnen. Und für mich zahle ich auch dann gerne selbst – damit es für Knappi nicht zu teuer wird.

Quelle:fupa.net