Mit FuPa.tv: Der TV Jahn Hiesfeld unterliegt dem Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg mit 0:2 – und Jahn-Coach Thomas Drotboom lobt nicht nur sein Team, sondern auch den Gast
Es war die Top-Partie des 24. Spieltages in der Oberliga. Der TV Jahn Hiesfeld als Dritter empfing auf seinem Kunstrasen den Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg. Mit einem Sieg hätten die Dinslakener im Meisterrennen noch einmal ordentlich mitgemischt. Dass dies beim 0:2 nicht so kam, ärgerte Hiesfelds Coach Thomas Drotboom nur ein wenig. Denn viel wichtiger waren ihm an diesem Tag andere Dinge.

„Ich kann zunächst einmal meiner Mannschaft überhaupt nichts vorwerfen. Bei uns war nach dem Rückstand nichts von der Aufgabe zu beobachten, die wir beim Spiel in Homberg an den Tag gelegt haben. Das Spiel hätte auch 4:4 oder 6:4 für Baumberg ausgehen können. Es war auf jeden Fall absolut in Ordnung, dass sie gewonnen haben“, erklärte der Coach. Viel wichtiger war ihm aber noch, auf den exzellenten Stil seines Kollegen Salah El Halimi hinzuweisen. „Salah hat sofort zugestimmt, als wir mit dem Blick auf das Halbfinale im Niederrheinpokal am Mittwoch das Spiel gerne vorziehen wollten. Einer seiner Spieler kam so erst zur zweiten Halbzeit, aber das hat auch die ganze Mannschaft mitgetragen, um uns zu helfen. Das ist nicht alltäglich. Und wenn ich den Kontakt am Telefon und über WhatsApp sehe, den wir beide die Woche über hatten, dann kann ich nur sagen, dass das einfach überragend ist. Und da sage ich: Scheiß frauf, das ist mehr wert als jedes Ergebnis.“Überragend war auch, wie schnell die Baumberger bei beiden Treffern ihr Umschaltspiel vortrugen. Es vergingen jeweils nur Sekunden, ehe die Distanz zwischen den beiden Strafräumen überbrückt war. In der 18. Minute war es Christian Krone, der den Ball bereits an der Mittellinie übernahm und aus gut 20 Metern zum 1:0 abzog, zehn Minuten vor dem Ende lief Jose-Miguel Lopez Torres in einen tollen Pass und blieb vor Kevin Hillebrand eiskalt. Ob er bei der Ballabgabe hauchdünn im Abseits war oder nicht, lässt sich auch bei der Ansicht der Bilder von FuPa.tv nur schwer entscheiden. „Auch die Schiedsrichter waren ausgezeichnet, da mache ich niemandem auch nur den Anflug eines Vorwurfes, selbst wenn es so war“, betonte Drotboom.

Chancen hatten aber in der Tat auch die Gastgeber. Schon vor dem Seitwenwechsel blieben Gino Mastrolonardo, Daminao Schirru und Pascal Spors glücklos, nach dem Wechsel versuchten sich neben Schirru und Spors auch Kevin Menke und Danijel Gataric. Doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. „Insgesamt waren die Baumberger etwas galliger als wir, deshalb ist das Ergebnis schon in Ordnung“, resümierte Drotboom.

Damit gilt die Konzentration nun dem Halbfinale im Niederrheinpokal am Mittwoch bei Rot-Weiss Essen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir am Montag trainieren, dass sie morgen aber mal etwas machen sollen, das nichts mit Fußball zu tun hat. Mit der Freundin spazieren gehen, was auch immer. Insgesamt ist es, denke ich, auch gut, wenn wir dieses Spiel dann hinter uns haben. Das spielte zuletzt im Hintergrund immer eine Rolle. Aber darauf sind die Jungs absolut heiß, da kann es keinen Zweifel geben“, verrät Drotboom kein Geheimnis.

Quelle:fupa.net