Es gibt einige offene Fragen, die Spieler, Fans und Verantwortliche des Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld vor dem Wiederbeginn in der Meisterschaft beschäftigen. Antworten können zumindest teilweise schon kurzfristig gegeben werden, am 4. Februar steht das nächste Oberliga-Spiel auf dem Programm. Über die Saison hinaus denkt bei der „Veilchen“ dagegen noch niemand. Im Moment herrscht beim TV Jahn Stillstand.

Vereinspräsident Dietrich Hülsemann hält die Fäden in der Hand und will vorerst auch keine Fakten schaffen. Er spielt auf Zeit. „Wir wollen erst einmal sehen, ob wir ins Pokal-Endspiel kommen“, sagte Hülsemann am Sonntag am Rande des 2:1 (0:1)-Sieges im Test gegen den Bezirksligisten TVD Velbert.

Dabei steht der Halbfinalgegner noch nicht einmal fest, weil noch zwei Viertelfinalbegegnungen ausstehen. „Wenn wir das Finale erreichen, bedeutet das für uns Einnahmen in Höhe von rund 50. 000 Euro“, rechnet der Vereinschef vor. Geld, das er für die Kaderplanung verwenden will. Für den Fall des Ausscheidens in der Vorschlussrunde stünden für die Kicker dagegen laut Hülsemann finanzielle Einschnitte bevor: „Dann müssten wir uns personell vielleicht etwas anders orientieren und mehr talentierte Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga holen.“

Unter welcher Leitung die „Veilchen“ künftig trainieren, darüber macht sich Hülsemann nach eigener Aussage „gar keine Gedanken. Ich gehe davon aus, dass Thomas Drotboom auch in der nächsten Saison unser Trainer ist, wenn er nicht von sich aus sagt, dass er woanders hin will.“ Konkret will der Verantwortliche aber erst später, „vermutlich im April“, verhandeln. Ein Problem sieht er darin nicht, er glaubt: „Die meisten Spieler werden wohl auch hierbleiben wollen.“

Was die Kicker von der zeitlichen Taktik abseits des Spielfelds halten, lassen sie sich zumindest auf dem Platz nicht anmerken. Gegen den spielfreudigen Bezirksliga-Tabellenführer TVD Velbert sah Trainer Drotboom „eine Steigerung gegenüber dem Spiel am Donnerstag, ich bin zufrieden“. Vor dem frühen Rückstand aus abseitsverdächtiger Position (13.) hatte Kevin Menke den Pfosten des Velberter Tores getroffen, nach dem Seitenwechsel drehten die eingewechselten Damiano Schirru (69.) und Pascal Spors (84.) das Spiel.

TV Jahn: Gbür; Wichert, Alexiou (46. Klaß), Krystofiak, Kolberg, Danijel Gataric, Mastrolonardo, Dalibor Gataric (46. Yolasan), Weßelburg (46. Spors), Menke, Zwikirsch (46. Schirru).

(-dom-)
Quelle:RP-online.de