Aber bei den Dinslakener Stadtmeisterschaften im Hallenfußball ist auch RWS Lohberg wieder ein Titelaspirant. Von Philipp Stroetmann

Der TV Jahn Hiesfeld hat in der Fußball-Oberliga eine erfolgreiche Hinrunde hinter sich und geht als klassenhöchstes Team sowie Titelverteidiger als Favorit in die Dinslakener Hallen-Stadtmeisterschaften, die am morgigen Sonntag ab 12.30 Uhr in der Hans-Efing-Halle stattfinden werden. „An meiner Einstellung hat sich nichts geändert. Ich bin der Meinung, dass der höchst spielende Verein mitspielen sollte“, sagt Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom und erinnert damit an Zeiten, als der TV Jahn mit der zweiten Mannschaft antrat.

„Ich hoffe, dass wir Spaß haben und sich keiner verletzt. Wir fangen Montag direkt mit der Vorbereitung an. Von daher ist das ein schöner Aufgalopp für uns und die ganze Mannschaft wird dabei sein“, geht der Coach durchaus mit Vorfreude an die Sache heran. „Es wäre schön, den Titel verteidigen zu können, aber RWS Lohberg hat auch eine gute und technisch starke Truppe“, macht Drotboom den Bezirksligisten, der den Titel auch schon mehrfach gewann, als Mitfavoriten aus.

Ausrichter des Wettbewerbs ist der VfB Lohberg. „Das ist eine gute Einheit als Vorbereitung für die Rückrunde. Meiner Erfahrung nach ist es eine gute Sache, wenn man bei so einem Turnier gut abschneidet, weil das einer Mannschaft noch mal Schwung gibt. Deshalb lege ich da auch großen Wert darauf“, sieht VfB-Trainer Siegfried Sonntag eine passende Gelegenheit, um die Motivation und das Selbstvertrauen der Mannschaft für die schweren Aufgaben in der Rückrunde zu steigern. Tim Bruß und Manuel Viltuznik werden allerdings nicht dabei sein können. Moritz Emde ist noch fraglich.

Ahmet Tutal, Trainer von Rot-Weiß Selimiyespor Lohberg, ist sich der Stärke seiner Truppe bewusst. „Wir gehen mit breiter Brust in das Turnier. Die Favoritenrolle hat Hiesfeld, aber wir wollen auch ein Wörtchen mitreden“, sagt der Übungsleiter, der zwei Gruppen mit festen Wechselpartnern in den Wettbewerb schicken wird.

„Wir wollen da heil rauskommen und ein bisschen Spaß haben“, sieht Thorsten Schramm, Trainer des SuS 09 Dinslaken, die Sache ganz pragmatisch, Seinen Spielern habe er die Wahl gelassen, wer dabei sein möchte und wer nicht. „Natürlich wollen wir uns nicht abschlachten lassen. Zu Spaß gehört auch immer Einsatzfreude und Disziplin, dann ist es eine runde Sache. Wir repräsentieren immer noch den SuS 09“, mahnt Schramm seine Spieler aber, engagiertere Auftritte hinzulegen als im letzten Jahr.

„In erster Linie steht der Spaß im Vordergrund, aber ich nehme das auch nicht ganz unernst“, sagt Jens Szopinski, Trainer der SGP Oberlohberg. „Wir werden unser Bestes geben und uns dann so gut es geht positionieren“, gibt der Coach seine Herangehensweise an. „15 Minuten Spielzeit ist über fünf Spiele in der Halle schon knackig. Da weiß man am Ende des Tages schon, was man getan hat, wenn man alles gibt“, sieht Szopinski die Veranstaltung auch als gute Trainingseinheit.

Wacker Dinslaken, als B-Ligist klassenniedrigstes Team im Teilnehmerfeld, hat schon bei der Personalfindung Probleme. „Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen, aber es wird schwer, eine Mannschaft aufs Parkett zu stellen“, räumt Wacker-Trainer Julien Wans ein. „Wir haben eine relativ alte Mannschaft, die nicht mehr so viel Ehrgeiz für Hallenfußball aufbringt. Wir tun uns schwer, acht motivierte junge Leute zu finden“, erklärt der Übungsleiter.

Quelle: RP