Der TV Jahn Hiesfeld hat nach dem Erfolg gegen den Wuppertaler SV im Niederrheinpokal auch in der Liga sein Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt mit 2:1 erfolgreich abgeschlossen und belegt für den Moment wieder den zweiten Tabellenplatz der Oberliga Niederrhein. In den Schlussminuten wurde es indes für die Dinslakener noch einmal eng.

„Wir hatten auch heute wieder einen starken Gegner, denn ich wusste, dass der Tabellenstand nicht das Leistungsvermögen der Bocholter widerspiegelt. Nach dem Wuppertal-Spiel mussten wir die Jungs auch wieder etwas auf den Teppich holen, und da ich doch etwas Respekt vor der Offensive der Bocholter hatte, haben wir erst einmal etwas defensiver angefangen“, erklärte Jahn-Coach Thomas Drotboom, der sich für Ekin Yolasan und Niko Klaß vor der Abwehr und Gino Mastrolonardo vor den Beiden entschied.

Die Hiesfelder ließen den Gegner zunächst einmal kommen und hatten dann in der 38. Minute bei einer Elfmeterentscheidung auch Glück. „Den konnte, vielleicht musste man ihn den Bocholtern sogar geben. Aber ich habe auf der Bank gesagt, dass die sich jetzt so darüber aufregen, dass wir das gleich nutzen werden“, verrät Drotboom. Und so kam es dann auch. Als sich die Gäste wieder zu arg über einen ausgebliebenen Pfiff ereiferten, spielten die Hiesfelder lieber weiter. „Und dann packte Damiano Schirru ein Ding aus, das Maurice Schumacher über die Fingerspitzen glitt und einschlug“, schildert der Coach.

Nach dem Wechsel erhöhten die Hiesfelder dann ein wenig den Druck und kamen so dann auch zum 2:0, das aus einem Gewühl nach einer Standardsituation der immer stärker werdende Kevin Krystofiak erzielte. Das bot den Hiesfeldern nun die Möglichkeit, ein wenig von ihrem gefürchteten Kurzpassspiel zu zeigen. So narrten Schirru und Menke in einem Spielzug gleich fünf Gegenspieler, das vorentscheidende 3:0 verpasste Torjäger Menke jedoch.

So wurde es dann noch einmal eng, als Len Heinson sieben Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer für die Bocholter erzielte. „Das war ein absoluter Sonntagsschuss, und dass es in einem solchen Spiel dann noch einmal heiß wird, ist auch klar“, erklärte Drotboom, der aber dennoch nicht das Gefühl hatte, dass seinem Team der Sieg noch entgleiten würde. In der Nachspielzeit ging sogar Keeper Simon Meyering mit nach vorne, der zur Pause für Schumacher gekommen war. Doch am Sieg des TV Jahn änderte das nichts mehr. Für den Moment bedeutet das den zweiten Tabellenplatz. Das Tabellenbild ist allerdings noch unsauber, da fünf der neun Oberliga-Partien abgesagt wurden.