0:2-Niederlage beim 1. FC Monheim +++ Hiesfeld lässt unzählige Chancen aus
Nur eine Woche, zumindest vorerst einmal, dauerte der Aufenthalt des TV Jahn Hiesfeld an der Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein. Das Team von Trainer Thomas Drotboom unterlag beim 1. FC Monheim mit 0:2. Damit rutschten die Hiesfelder auf den dritten Tabellenplatz ab und führen nun ein Quartett von Teams mit 29 Zählern an, das zwei Zähler hinter Spitzenreiter SV Straelen und den punktgleichen Sportfreunden aus Baumberg liegt.

Das Spiel bei den Monheimern begann dabei schon mehr als unglücklich für die Hiesfelder. Denn bereits in der ersten Minute traf Leroy Mickels, der die komplette Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach durchlaufen hat, zur Führung für die Gastgeber. „Da hatten wir einen Ballverlust, ob das ein Foul war sei mal dahin gestellt, die Monheimer spielen einen langen Ball auf Mickels, der macht von Kevin Hillebrand einen Übersteiger und schließt flach ab“, schildert Drotboom das frühe Gegentor. Zu diesem Zeitpunkt beunruhigte ihn das aber noch nicht.

Mit dieser Einschätzung sollte er eigentlich auch richtig liegen, denn es folgten reichlich Chancen, nur leider keine Tore. „Wir hatten Möglichkeiten, wie wir sie in einem Spiel selten gehabt haben, aber wir haben nicht eine davon nutzen können. Die Jungs sind in der Kabine schon ziemlich niedergeschlagen gewesen. Aber es ist nichts passiert, wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Und Kevin Menke hat mir eben gesagt, dass wir es jetzt eben wieder als Jäger versuchen“, verriet Drotboom. Entschieden war das Spiel dann nach dem 2:0 durch Benjamin Schütz nach 71 Minuten. „Danach ist dann auch von uns nicht mehr viel gekommen.“

Ein weiterer Umstand war für Drotboom zwar nicht entscheidend an diesem Sonntagnachmittag, aber dennoch nicht erfreulich. „Nach zwei Minuten fing es schon damit an, dass mir der Assistent ankündigte, mich von der Anlage zu werfen, wenn ich nicht ruhig bin. Später ging Alexander Karachristos immer wieder mit dem Arm in Aktionen gegen Kevin Menke, ohne dass das auch nur einmal geahndet worden wäre. Und Pascal Spors hat dann die Rote Karte gesehen, wobei ich da zugeben muss, dass die Aktion auch wirklich nicht ohne war. Beim 2:0 haben mehrere Spieler geschworen, dass es ein Abseits war. Dazu kann ich allerdings aus meiner Position nichts sagen“, erklärte Drotboom, der damit aber nicht die Schuld bei anderen suchen wolle. In der Summe stand dann die dritte Saisonniederlage, die das Team aus Dinslaken jedoch sicher nicht umwerfen wird.