Beim 1. FC Monheim muss das Team von Trainer Thomas Drotboom am Sonntag (14.30 Uhr) erstmals die Tabellenspitze der Oberliga verteidigen
In den Rückrunden der beiden vergangenen Spielzeiten, in denen Thomas Drotboom für den TV Jahn Hiesfeld verantwortlich war, hat der Verein sich zweimal aus der Gefahrenzone als Jäger noch in die vorderen Gefilde der Tabelle gespielt. Erstmals ist Drotboom nun auch in einer Hinrunde Cheftrainer, und prompt steht das Team zwei Spieltage vor dem Ende der ersten Saisonhälfte an der Spitze der Tabelle. Ab sofort ist der TV Jahn also der Gejagte, und am Sonntag wird es beim Sechsten 1. FC Monheim gleich mal gar nicht so leicht, die Spitze zu verteidigen.

Denn wie eng es oben zugeht, verrät ein Blick auf die Tabelle. So ist Spitzenreiter Hiesfeld nur dank der besseren Tordifferenz vor dem Zweiten SC West, und zumindest nach Punkten würde auch der Sechste aus Monheim, der als Aufsteiger ebenso wie Straelen im Konzert der Großen mitmischt, bei einem Sieg mit den Dinslakenern gleichziehen. Selbst den Zwölften trennen nur acht Zähler vom Ersten.

Messen werden sich zudem zwei Teams in Top-Form. Die Monheimer siegten zuletzt dreimal in Folge, Hiesfeld gewann vier seiner vorigen fünf Spiele, verlor insgesamt in der laufenden Spielzeit überhaupt nur zweimal. „Es ist ja schon seit Wochen klar, wie eng es in dieser Liga zugeht. Und wir müssen uns in der aktuellen Situation natürlich auch erstmal darüber klar werden, was das jetzt alles bedeuten kann“, sagt Drotboom.

Personell geht er die Aufgabe gegen die Monheimer und deren Trainer Dennis Ruess mit einem Füllhorn an Personal an. „Ich hatte am Donnerstag 21 Feldspieler und drei Torhüter im Training, und jeder einzelne Akteur brennt darauf, am Sonntag in Monheim zu spielen. Da dürfte wohl jedem klar sein, dass ich noch eine echte Denksportaufgabe vor mir habe“, erklärt Drotboom, dass längst noch nicht jede seiner Entscheidungen bereits feststeht. So bekundete nicht zuletzt Damiano Schirru, sich aktuell so fit wie noch nie in seinem Leben zu fühlen. Gar nicht leicht für einen Trainer, sich da nicht für ihn zu entscheiden. Aber bei vielen anderen Spielern wäre das eben auch nicht einfacher.

Nicht mehr Teil des Hiesfelder Kaders wird in der Rückrunde wohl Erkut Ay sein. Machte er in der vorigen Saison noch 17 Spiele in der Oberliga, so kam er bei drei Einsätzen bislang nur 44 Minuten zum Einsatz. „Er hat das Gespräch mit mir gesucht und gesagt, dass er mehr spielen möchte. Das kann ich prinzipeill natürlich verstehen“, sagt Drotboom. Den Verteidiger zieht es wohl in die Landesliga zu den Sportfreunden Hamborn 07. Sollte Drotboom in der Winterpause den Eindruck haben, auf irgendeiner Position noch einen Spieler zu benötigen, so könnte es gut sein, dass er mit seinem Ansinnen Gehör findet. Bleibt abzuwarten, ob er in seinem guten Kader eine solche Vakanz sieht, oder ob sich eine unerwartete Option ergibt, die das Team noch stärker machen könnte.

Quelle:fupa.net