Die jüngsten beiden Heimspiele trug Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld auf fremdem Rasen in der Lohberger Dorotheen-Kampfbahn aus – und blieb unbesiegt. 2:0 gegen den ETB Schwarz-Weiß, 2:2 gegen TuRU Düsseldorf. Nun steht wieder eine „echte“ Auswärtspartie an, und das muss nach den bisherigen Erfahrungen kein Nachteil sein, denn außerhalb der eigenen Anlage sind die „Veilchen“ nach wie vor ohne Niederlage. Bei Germania Ratingen soll die Erfolgsserie morgen um 14.30 Uhr ihre Fortsetzung finden.

Es trifft sich gut, dass die Hiesfelder nach einem kleinen Zwischentief zwischen dem sechsten und zehnten Spieltag wieder in die Spur gefunden haben. Wobei selbst das „Tief“ auf hohem Niveau stattfand. Niedriger als auf Platz acht rangierte der TV Jahn zu keinem Zeitpunkt. Aktuell steht das Team als Vierter nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter SV Straelen, aber auch lediglich deren vier vor dem sonntäglichen Gegner. „Es ist die gleiche Ausgangsposition wie vor den Spielen gegen ETB und TuRU“, sagt Co-Trainer Markus Kay. „Ratingen will weiter den Anschluss nach oben haben. Wir können einen Konkurrenten auf Abstand halten.“

Nach 13 Spielen so weit oben zu stehen, „ohne dass wir jemals in voller Besetzung waren“, spreche für die Qualität im Hiesfelder Team, erklärt Kay.

Es trifft sich ebenso gut, dass einige Akteure, die lange fehlten, zurück im Kader oder auf dem Weg dorthin sind. Kevin Corvers hat sich nach seiner Verletzungspause wieder nahtlos in die Innenverteidigung eingefunden, die Rotsperre für Ioannis Alexiou ist nach seinem Platzverweis am 13. September in Schonnebeck auch vorbei. Mit Nico Klaß und Dennis Wichert haben zwei weitere Defensivspezialisten das Training wieder aufgenommen, für sie wie für Damiano Schirru ist laut Kay ebenfalls „am Horizont zu erkennen, dass bald ein Einsatz möglich ist“. Auf den Trainerstuhl kehrt Chef Thomas Drotboom nach seinem Urlaub zurück.

Ioannis Alexiou könnte schon in Ratingen gefragt sein, falls Kevin Krystofiak wie am Mittwoch noch wegen einer Magen-Darm-Erkrankung passen muss. Gegen TuRU vertrat ihn Kevin Kolberg, dessen Position sonst auf der Außenbahn liegt, machte seine Sache aber sehr passabel. Mit welcher Startelf die „Veilchen“ antreten, hängt aber nicht zuletzt von den Folgen der letzten beiden Auftritte ab. „Die Spiele auf Rasen haben Kraft gekostet“, urteilt Kay, „und in Ratingen wird es ähnlich“. Die Germania hat zudem bereits nach sieben Spielen den Trainer gewechselt und unter Alfonso del Cueto an Stabilität gewonnen.

Quelle: RP