2:2 im Nachholspiel am Mittwochabend lässt die Dinslakener auf zwei Zähler an die Spitze heranrücken
Der TV Jahn Hiesfeld hat sich am Mittwochabend in der einem Nachholspiel der Oberliga Niederrhein mit 2:2 von TuRU Düsseldorf getrennt, das nach den turbulenten Tagen rund um das sportliche Führungspersonal auf dem Platz vernünftig abgeliefert hat. Die Düsseldorfer rücken dadurch auf Platz acht nach oben, während die Hiesfelder Vierter bleiben, aber nur noch zwei Zähler von der Spitze entfernt sind.

Unter der Führung von Co-Trainer Markus Kay, der den urlaubenden Thomas Drotboom vertrat, gingen die Hiesfelder nach 22 Minuten durch Mittelfeld-Mastermind Gino Mastrolonardo in Führung und standen weitgehend hinten recht gut, obwohl Kay erneut gezwungen war, in der Innenverteidigung seine Formation umzubauen. „Am Morgen hatte sich Kevin Krystofiak krank abgemeldet. Wir haben uns dann entschieden, ihn durch Kevin Kolberg zu ersetzen, der schon seit Ewigkeiten dort nicht mehr gespielt hat, das aber ausgezeichnet gelöst hat“, lobte Kay. Neben ihm war erneut Rückkehrer Kevin Corvers aufgeboten, weil Ioannis Alexiou letztmals gesperrt war und Nico Klaß noch immer nicht eingeifen konnte.

Die Gegentreffer kassierten die Hiesfelder nicht aus Kombinationen heraus, sondern aus Distanzschüssen. „Beim 1:1 von Jacob Yussuf Balla handelte es sich um eine Flanke, die immer länger wurde und sich letztlich ins Tor senkte. Da war Alex Gbür ohne Chance. Die meisten Mannschaften würden dann fünf Minuten vor der Pause versuchen, erstmal irgendwie in die Pause zu kommen und sich dann zu sammeln. Wir haben aber direkt nachgelegt und sind durch Kevin Menke wieder in Führung gegangen. Das war eine ausgezeichnete Reaktion“, analysierte Kay, dessen Team lediglich in den fünf Minuten vor dem 1:1 ein wenig an Griffigkeit vermissen ließ.

„Wenn es nach der Pause länger 2:1 steht, läuft das Spiel in unsere Richtung, doch dann kam leider der nächste Distanzschuss“, sagte Kay. Diesmal feuerte diesen auf dem immer seifiger werdenden Rasen Saban Ferati ab. „Bedingt durch den Boden, einen Windzug oder was auch immer nimmt der Ball dann eine Flugkurve, die keiner erahnen kann. Eigentlich macht Alex Gbür auch alles richtig, der Ball schlägt dann mittig im Tor ein, und man sieht dann eben nicht glücklich aus“, beschreibt der Coach das 2:2 in der 51. Minute. Danach sahen die erneut rund 300 Zuschauer in der Dorotheen-Kampfbahn dann überweiegend den Versuch beider Teams, es mit langen Bällen zu versuchen, weil alles andere auf dem Rasen zunehmend schwieriger wurde. „Demnach würde ich sagen, dass die Punkteteilung am Ende auch in Ordnung war. Und dem Gegner muss man attestrieren, dass er 90 Minuten lang alles versucht und die Zweikämpfe voll angenommen hat.“

Neben dem starken Innenverteidiger-Duo sorgte auch Danijel Gataric als Sechser dafür, dass im Zentrum defensiv nichts anbrannte. „Danijel hat trotz einer frühen Gelben Karte weiter die Zweikämpfe gesucht und immer das richtige Maß gefunden. Das war schon sehr stark“, fügte der Coach an. Zwanzig Minuten vor dem Ende musste Danijel Gataric dann aus dem Spiel, hatte einen Schlag auf den Fuß bekommen. Kay ist jedoch zuversichtlich, dass ihm und seinem Chef Thomas Drotboom der Stabilisator am Sonntag wieder zur Verfügung steht.

Quelle:fupa.net