Um 19.30 Uhr kommt Schwarz-Weiß Essen +++ Ansonsten ist das Stichwort „Platz“ aktuell nicht sonderlich poulär +++ Gespielt wird in der Dorotheen-Kampfbahn
„Entscheidend is‘ auf’m Platz“ – eine Fußballweisweisheit, die eigentlich fast jeder Fußballer verinnerlicht hat, oder haben sollte. Doch dem kann natürlich nur Folge geleistet werden, wenn auch ein Platz zur Verfügung steht. Da hakt es gerade beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld ein wenig. Am Freitagabend kommt nun um 19.30 Uhr ETB Schwarz-Weiß Essen, und Trainer Thomas Drotboom sagt: „Platz ist ein gutes Stichwort. Am Freitagabend um 21.15 Uhr will ich den dritten Platz haben.“

In der Tat wäre das mit einem Sieg möglich, aber eben auch für die punktgleichen Essener. „Es steht ja außer Frage, dass die Essener eine gute Mannschaft haben, aber die haben wir schließlich auch. Normalerweise ruft mich mein Trainerkollege Manni Wölpper immer Anfang der Woche an, dann tauschen wir uns ein wenig über die kommenden Gegner der Essener aus, weil wir gegen die meist kurz zuvor gespielt haben. Komisch, diesmal hat er gar nicht angerufen“, sagt Drotboom verschmitzt – der wohl auch nicht allzu viel verraten hätte. Das Verhältnis zwischen den beiden Trainern ist sehr gut.

Personell sieht es derzeit nur bei Nico Klaß nicht sonderlich gut aus. Die Addutoren-Probleme sind noch nicht wirklich abgeklungen, traten vermehrt auf. Nun will Drotboom bei diesem so starken und für ihn wichtigen Spieler kein Risiko eingehen. Möglich wäre in der Innenverteidigung ein Comeback von Kevin Corvers. Sollte das aber noch zu früh sein, wäre dem Coach auch nicht bange, wenn Lennart Laader in der Startelf stehen würde. „Der Junge spielt nicht unnötig komplizierte Bälle, die Art gefällt mir schon sehr“, sagt der Coach und verrät damit durch die Blume, dass der Youngster von der Startelf ohnehin so weit nicht entfernt ist. Sicher fehlen wird auch Torhüter Kevin Hillebrand, und es kann natürlich nicht hilfreich sein, wenn einer der besten Keeper der LIga fehlt. Doch der Schlussmann befindet sich auf seiner Hochzeitsreise, und in Joel Drepper und Alexander Gbür stehen auch gleich zwei gute Vertreter zur Verfügung.

Schwerwiegender sind aber aktuell die Probleme, die der TV Jahn mit seinen Plätzen hat. Auf dem Naturrasen wurde am Wochenende nicht gespielt, weil dieser unter einem Wurmbefall leidet, die Stabilität des Platzes nicht gegeben ist. Schäden könnten nur schwer reparabel sein. So verzichtete der Verein in Absprache mit der Stadt wegen der Regenwürmer schon am Sonntag darauf, im Stadion zu spielen. So sollte die Partie gegen TuRU auf Kunstrasen ausgetragen werden, aber der wies dann ebenfalls so eklatante Mängel auf, dass auch das nicht ging (wir berichteten) und das Spiel kurzfristig abgesagt werden musste. „Ich habe den Jungs gesagt, dass das gar nicht unsere Baustelle ist. Wir müssen uns auf den Sport konzentrieren und dürfen uns davon nicht herunterziehen lassen. Außerdem macht unser Abteilungsvorstand um Gerd Ott da aktuell mal wieder einen ganz ausgezeichneten Job. Das muss auch mal gesagt werden und gilt allgemein, nicht nur bei diesem Problem gerade“, betont Drotboom. In Sachen Kunstrasen läuft eine juristische Auseinandersetzung mit dem Errichter des Platzes, die kurzfristig eher Flickwerk als eine dauerhafte Lösung wahrscheinlich macht. Beim Rasenplatz steht noch mehr in den Sternen, wie es weitergeht. Der Verein müsste sich an den Rat der Stadt nicht halten, im Gegenzug aber wohl für entstehende Schäden haften.

Am Freitagabend wird erst einmal in der Dorotheen-Kampfbahn des VfB Lohberg gespielt, dort wird auch am Donnerstag trainiert. „Das Stadion hat schon Flair, keine Frage. Das müssen wir auf uns wirken lassen und mit in die Partie nehmen“, sagt der Coach. Vielleicht kommt dennoch auch ein wenig Auswärts-Feeling auf, denn auf fremden Plätzen lief es ja zuletzt deutlich besser als daheim.

Quelle:fupa.net