Am Sonntag geht es nach Cronenberg
Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom hatte vor dem Niederrheinpokalspiel bei den Sportfreunden Hamborn erklärt, dass dieser Wettbewerb beim TV Jahn ein hohes Ansehen genießt, nicht erst seit dem erreichten Finale im Jahr 2014. Dass das auch bei der Mannschaft so ist, bewies diese am Mittwochabend bei den Sportfreunden Hamborn 07 im Holtkamp, als sie mit einem 3:1-Erfolg die Qualifikation für das Viertelfinale schaffte.

Die Partie begann dabei zunächst verhalten. Die Hamborner überließen dem TV Jahn, nicht untypisch für den klassentieferen Landesligisten, weitgehend das Spiel, wollten sich auf Konter verlegen. Die kamen aber erst einmal nicht zustande, ebenso wenig wie echte Hiesfelder Chancen. Als eine halbe Stunde gespielt war, nahm sich dann Hiesfelds Torjäger Kevin Menke ein Herz. Nach einem Anspiel von Damiano Schirru ließ der Hiesfelder gleich fünf Gegenspieler aussteigen und traf zum 1:0. „Da war natürlich großartig gemacht. Insgesamt war es aber natürlich kein Leckerbissen, das muss man schon sagen. Aber ich hatte vorher gesagt, dass heute das Weiterkommen zählt, und das haben die Jungs geschafft“, erklärte Drotboom.

Danach gab es dann zwei Szenen, die den Hiesfeldern weniger gefielen. In der 37. Minute musste Schirru verletzt vom Feld, für ihn kam Ekin Yolasan ins Spiel. „Bis dahin war Damiano der Denker und Lenker auf der Sechs in unserem 4-1-4-1-System. Als er vom Feld musste, war die Mannschaft dann doch merklich verunsichert. Er wird uns mit einem Muskelfaserriss erst einmal ausfallen“, erklärte der Hiesfelder Coach. Und nachdem kurz nach der Pause der ehemalige Hiesfelder Raffael Schütz eine Ausgleichschance verpasst hatte, misslang dem eingewechselten Yolasan ein Rückpass, den David Gehle abfing und in der 53. Minute zum 1:1 verwertete.

Die Hamborner Freude über das 1:1 währte aber nur vier Minuten, weil da Kevin Krystofiak einen Freistoß von Dailbor Gataric zum 2:1 ins Tor köpfte. Endgültig perfekt war der Sieg allerdings erst, als Joel Zwikirsch das auch für ihn selbst wichtige 3:1 in der 86. Minute nachlegte, allerdings nach einer Vorarbeit von Menke, die den Treffer zur Formsache machte.

Drotboom hatte im Pokalauftritt Lennart Laader und Niklas Jahny eine Startelf-Chance gegeben, mit deren Leistung er auch absolut zufrieden war. Die eine oder andere Umstellung war auch aus der Not geboren, da nicht nur mit Gino Mastrolonardo und Danijel Gataric zwei zentrale Mittelfeldspieler ausfielen, sondern kurzfristig auch noch der in der Innenverteidigung eingeplante Nico Klaß. „Zum Glück sind Gino und Danijel am Sonntag in Cronenberg wieder dabei, das gibt mir dann doch ein paar Möglichkeiten“, betont Drotboom.

Der sonntägliche Gegner aus Cronenberg wird dabei nicht nur mit dem ehemaligen, von Drotboom noch immer sehr geschätzten Benjamin Jakobs antreten, sondern auch mit dem Selbstvertrauen von zuletzt zwei Siegen in Folge. „Ich schätze meinen Kollegen Peter Radojewski fachlich und auch menschlich sehr, und ich glaube nicht, dass bei uns irgendjemand denkt, dass das eine leichte Aufgabe werden wird“. betont der Coach, der weiß, dass sein Team nach dem unglücklichen 0:1 in Cronenberg im Vorjahr noch etwas gutzumachen hat, auch wenn er da nicht verantwortlich war. „Wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen, so viel ist klar!“