Fußball: Oberligist TV Jahn hat die SSVg Velbert im Verfolgerduell zu Gast. Auf dem Kunstrasen soll die Heimschwäche dieser Saison ein Ende haben. Mannschaft hat in den Spielen gegen Fischeln und den MSV viel Selbstvertrauen getankt. Von Gerard Dombrowski

Zwei Dinge haben der TV Jahn Hiesfeld und die SSVg Velbert in der Fußball-Oberliga gemeinsam. Beide halten mit bisher 16 beziehungsweise 14 Punkten Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen in der Tabelle, und sowohl das eine wie auch das andere Team tat sich in Heimspielen zuletzt deutlich schwerer als auf fremden Plätzen. Der erste Aspekt dürfte den „Veilchen“ gefallen, der zweite mit Blick auf das Duell der Verfolger am Sonntag weniger. Denn die auswärtsstarken Velberter spielen um 15 Uhr in Hiesfeld.

Da kommt es den Gastgebern gerade recht, dass sie nach zwei guten Spielen hintereinander selbstbewusst auftreten können. Das 5:2 vor Wochenfrist um Punkte in Fischeln und das 1:1 im Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg zwei Tage später haben der Psyche gutgetan.

Einen Grund, kommenden Rivalen überheblich entgegenzutreten, gibt es dennoch nicht, warnt Thomas Drotboom. Der Trainer weiß aber: „Es ist ein enorm wichtiges Spiel. Bei einem Sieg könnten wir fünf Punkte vor Velbert stehen und mit erhobener Brust am Mittwoch zum Pokalspiel nach Hamborn fahren.“

Drotboom nimmt erfreut zur Kenntnis, dass Spieler wie Kevin Kolberg, der zuletzt mehr Zeit auf der Ersatzbank als auf dem Spielfeld verbrachte, wieder in die Startelf drängen. „Kolle ist zurzeit richtig gut drauf“, lobt der Coach. Und nicht der einzige, bei dem das Trainerteam beobachtet, dass der Kampf um die besten Plätze in den Übungseinheiten nicht nachlässt. Auch Dennis Wichert ist „wieder eine Option“, die Rekonvaleszenten Ekin Yolasan und Kevin Corvers tasten sich dagegen langsam heran. Für Joel Zwikirsch wird es im Angriff wohl nicht von Beginn an reichen. „Wir wollen auf jeden Fall zu Hause den Bock umstoßen und an die Leistung von Dienstag anknüpfen“, sagt Drotboom, den es wurmt, dass auf eigener Anlage erst ein Saisonsieg gelang.

Vielleicht ist ja der Untergrund ein gutes Omen. Gegen Velbert, das als Aufstiegsanwärter in die Saison ging, in den letzten sechs Aufeinandertreffen mit dem TV Jahn drei Siege und zwei Unentschieden erreichte und sich fast zu einem Angstgegner entwickelte, wird nicht im Stadion, sondern auf dem Kunstrasen an der Dorfstraße gespielt. Und den kennen die Hiesfelder bestens.

Quelle: RP