Beim 5:2- Erfolg waren die Dinslakener schon nach 20 Minuten fast durch
Endlich einmal musste Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom nach einem Oberligaspiel nicht davon berichten, dass seine Mannschaft den Lohn nicht eingefahren und Chancen ausgelassen habe. Der TV Jahn siegte klar mit 5:2 beim VfR Krefeld-Fischeln und schob sich somit auf den vierten Platz der Oberliga-Tabelle nach vorne. „Heute war es wirklich super“, betonte Drotboom.

„Man hat heute in der Kabine bei der Ansprache schon gemerkt, dass die Jungs es heute unbedingt wollten. Die Mannschaft war heiß, endlich den Bock umzustoßen“, erklärte der Coach, der dann auf den Führungstreffer auch nicht lange warten musste. Bereits nach zwei Minuten drückte Angreifer Kevin Menke den Ball mit der Hacke über die Linie, nicht ohne Drotboom dann in der Pause zu versichern, dass er den Treffer genau so gewollt hatte. Die Hiesfelder legten schnell nach. Nach 16 Minuten verwandelte Kevin Kolberg einen Foulelfmeter zum 2:0, nur vier Minuten später war dann Damiano Schirru zu Stelle, der die Position im Angriff neben Menke einnahm. „Die beiden wissen halt ganz genau, was der andere macht. Bleibt einer vorne, lässt sich der andere zurückfallen, das ist einfach eingespielt. Und beide haben heute geackert wie die Weltmeister“, lobte der Coach.

Dass zeigte sich noch vor der Pause beim 4:0, als Schirru seinen Doppelpack perfekt machte. „Das sind allerdings Situationen, bei denen ich in der Kabine immer nochmal davor warne, so ein Spiel abzuhaken“, stellte Drotboom heraus. Und er wusste, warum er gewarnt hatte. Denn in der 62. Minute ließ sich Schlussmann Kevin Hillebrand auf ein Eins-Gegen-Eins ein, bei dem er gegen Dustin Orlean den Kürzeren zog und sich das 1:4 fing. „Er hat sich gleich beim Team entschuldigt, damit war das abgehakt. Dafür hatte er auch den einzigen Ball super rausgeholt, mit dem Fischeln bis dahin vor der Pause für Gefahr gesorgt hatte.“ Auch ansonsten kam die Torgefahr der Gastgeber, wenn sie denn zustande kam, als Resultat von Standards, so auch beim 2:4, als Kevin Breuer einen Freistoß verwandelte (71.).

Wirklich eng wurde es aber nicht mehr, schon gar nicht nach dem 5:2 durch Kevin Krystofiak vier Minuten vor dem Ende, bei dem der Sommer-Zugang fast aus dem Stand den Ball aus knapp 30 Metern in den Winkel zimmerte. „Das war vom Allerfeinsten. Herausheben kann man kaum jemanden, denn auch die Gataric-Brüder und Kei Hirose, dem ich mal einen Treffer gönnen würde, haben ein tolles Spiel gemacht. Es war einfach die gesamte Mannschaft“, freute sich der Coach. Und auf dem vierten Platz ist er erst einmal die ohnehin überzogenen Diskussionen rund um den Saisonstart des TV Jahn los. Auch zum neuen Spitzenreiter TuRU Düsseldorf fehlen nur vier Punkte.