2:2 im Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West war dennoch nicht das, was sich Coach Thomas Drotboom gewünscht hatte
Klar hatte Thomas Drotboom, der Trainer des TV Jahn Hiesfeld, vor dem Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West in der Oberliga formuliert, was er nicht haben wollte: Einen Punkt! Genau den hatte er aber mit seinem Team nach dem 2:2 am Sonntag. Sauer war er dennoch nicht, und das hat vor allem mit dem Auftreten seiner Mannschaft zu tun.

Denn aktuell, so betont der Trainer, fehle der Mannschaft einfach nur ein wenig Glück. Schon zur Pause hätte der Gastgeber am Sonntagnachmittag für den Hiesfelder Coach gut und gerne mit 3:1 führen müssen, doch es stand nur 1:1. Rückkehrer Dennis Ordelheide hatte die Gäste nach 21 Minuten in Führung gebracht, Kevin Menke gut zehn Minuten später für den Ausgleich gesorgt. „Wenn man sich unsere Gegentore ansieht, da stellen sich mir schon die Nackenhaare nach oben. Eines fällt nach einer Ecke, wo ich bis jetzt nicht weiß, wie der Ball ins Tor gehen konnte, und der andere Gegentreffer entsteht aus einem Einwurf für uns, wo der Ball sofort beim Gegner landet“, schildert Drotboom, der so sein Team nach einer Stunde durch Jeff Gysai erneut in Rückstand gehen sah.

„Das war für mich unfassbar, weil wir das Spiel nicht nur in der ersten Hälfte, sondern auch nach der Pause für mich absolut im Griff hatten. Wir haben, das kann ich glaube ich wirklich so sagen, einen mehr als ansehnlichen Fußball gespielt. Aber im Moment kassieren wir unglückliche Gegentore und schaffen es einfach nicht, vorne unsere Tore zu machen. Das ist das, was uns bisher immer ausgezeichnet hat“, fügt der Hiesfelder Coach an, der seiner Mannschaft dennoch auch ein dickes Kompliment machen musste. „Als ich schon nicht mehr an den Ausgleich geglaubt habe, haben die Jungs auf dem Platz sich immer noch gepusht und sich immer wieder gesagt, dass sie noch eine Chance kriegen. Und als die dann kam, hat Kevin Kolberg den Ball dann noch über die Linie gedrückt“, verrät der Coach. Der Außenverteidiger war nach 39 Minuten für Niklas Jahny ins Spiel gekommen. Beim 2:2 lief bereits die Nachspielzeit.

So bleibt Drotboom doch weiter positiv, auch wenn er eben mehr als einen Punkt wollte. Und dafür hat er auch durchaus Anknüpfungspunkte. Denn nach wie vor hat sein Team nur eine Partie in der Oberliga verloren. „Deshalb würde ich auch nicht unterschreiben, wenn jemand sagt, dass wir hinter den Erwartungen liegen. Da sind andere doch noch hinter uns, auf die das eher zutrifft“, betont er. Und Spitzenreiter Straelen sei zwar nun fünf Punkte entfernt, aber immer noch in Schlagweite. Und das Glück, so zeigt die Erfahrung immer wieder, wird sich früher oder später automatisch einstellen, wenn die Leistung weiter stimmt.

Quelle:fupa.net