Beim 2:3 gegen den VfB Homberg lief für die Dinslakener eine ganze Menge nicht nach Plan
Nach sechs Pflichtspielen, vier in der Oberliga und zwei im Niederrheinpokal, hat es am Sonntag auch den TV Jahn Hiesfeld erwischt. Das Team von Trainer Thomas Drotboom verlor das Heimspiel gegen den VfB Homberg mit 2:3. Es war ein Spiel, in dem vieles nicht so lief, wie der Trainer sich das eigentlich vorgestellt hatte.

Das fing bereits sehr früh im Spiel an. „Wir hatten eigentlich in den ersten vier Minuten durchgehend Ballbesitz, dann kommt Homberg zum ersten Mal an den Ball, wir stehen nicht gut und Dennis Wibbe trifft zum 1:0 für Homberg“, schilderte Drotboom. Im Tor hatte er sich in Abwesenheit von Kevin Hillebrand für den jungen Joel Drepper entschieden. Doch damit nicht genug. Auch in den Minuten nach dem Rückstand dominierte der Gastgeber das Spiel mit viel Ballbesitz, um nach 16 Minuten eine sehr vergleichbare Szene noch einmal zu erleben, bei der Julien Rybacki zum 2:0 für die Gäste traf.

Durch einen Elfmeter, den Kevin Menke nach 27 Minuten zum Anschluss verwandelte, kamen die Hiesfelder wieder ins Spiel. Zum 2:2 traf dann Damiano Schirru nach 54 Minuten, nachdem kurz zuvor eigentlich Gino Matrolonardo den Ausgleich schon hätte erzielen müssen. „Auch danach sind wir absolut am Drücker geblieben, hatten Chance um Chance, doch wir haben sie einfach nicht genutzt. Das ist auch der Punkt, bei dem wir uns an die eigene Nase fassen müssen“, erklärt Drotboom deutlich. Das gilt dann auch für die Schlussphase der Partie. „Da konnten man merken, dass die Jungs einfach alles versuchen wollten, dieses Spiel noch zu gewinnen. Aber wir waren dann hinten so offen, wie man dann einfach nicht sein darf. Dreimal haben die Homberger Konter gegen uns gefahren, die wir noch ausgebügelt haben. Der vierte Konter saß dann, und da lief dann schon die Nachspielzeit“, fügte der Coach an. Siegtorschütze war für die Homberger erneut Dennis Wibbe.

Durchaus echauffiert hatte sich Drotboom dann nach dem Abpfiff über den einen oder anderen Pfiff von Schiedsrichter Lukas Luthe, oder besser gesagt, über den einen oder anderen ausgebliebenen Pfiff. Dabei bezog er sich vor allem auf eine Szene gegen Dalibor Gataric beim Stand von 2:2. „Da versucht sein Gegenspieler auf jede erdenkliche Weise, Dali zu Fall zu bringen. Das Einzige, was da noch gefehlt hat, war, dass er ihn noch würgt. Und egal, ob es Homberger Spieler, Zuschauer, oder auch Trainer Stefan Janßen war: Da hat keiner nachvollziehen können, warum da der Pfiff ausblieb“, verriet ein enttäuschter Coach, der zudem nach dem 2:3 noch ein Handspiel im Strafraum der Gäste sah. „Den musste man vielleicht nicht unbedingt geben. Aber ein Handspiel war das auf jeden Fall, und natürlich bekommen wir auch den nicht. Allerdings hat der Schiri auch auf Seiten der Homberger ein paar völlig unverständliche Dinge gepfiffen.“

Somit haben die Hiesfelder zunächst einmal den Kontakt nach ganz oben ein wenig verloren. „Vor allem sind wir aber auch nur vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt und haben nun zwei Auswärtsspiele vor uns, die es wahrlich in sich haben“, betont Drotboom mit dem Blick auf die Aufgaben am Mittwoch in Schonnebeck und am kommenden Sonntag in Baumberg. Auf der anderen Seite hat er aber auch keinen Zweifel, dass die Mannschaft eine entsprechende Reaktion parat hat. „Dafür kenne ich die Jungs nun lange genug.“

Quelle:fupa.net