Nachdem Oberligist TV Jahn Hiesfeld in der vorigen Saison beim SV Burgaltendorf aus dem Niederrheinpokal ausgeschieden war, verhinderte das Team von Trainer Thomas Drotboom bei der Wiederholung dieses Ereignisses ein Jahr später, dass auch nur der Eindruck aufkommen konnte, die Ereignisse könnten sich wiederholen. Am Ende siegten die Dinslakener souverän mit 6:1.

In der ersten Viertelstunde hielten die Gastgeber allerdings gut mit. Was folgte waren zwei Schnitzer in der Defensive der Essener, die zu Chance führten, die von den Gästen eiskalt bestraft wurden. In der 16. Minute besorgte das Torjäger Kevin Menke, fünf Minuten später war dann Kevin Krystofiak zur Stelle, der auf 2:0 erhöhte. Vor allem das Zustandekommen wurmte Burgaltendorfs Coach Arndt Kremer schon deutlich hörbar. Mit dieser Führung im Rücken spielte der Oberligist dann zunächst einmal seine Überlegenheit aus, hätte auch erhöhen können, tat das aber nicht. Als sich in den letzten fünf Minuten vor dem Ende dann ein wenig Schlafmützigkeit einstellte, war Essens Jonas Lippeck gleich mit dem Anschlusstor in der 44. Minute zur Stelle. „Da hat vieles nicht gepasst, und das fing mit unserem Abwurf von Kevin Hillebrand schon an“, führte Thomas Drotboom aus.

Die wohl entscheidende Szene des Spiels folgte dann aber noch vor der Pause, als Pascal Spors mit dem 3:1 praktisch mit den Pausenpfiff den alten Abstand wieder herstellte. „Das war ein Tor des Willens. Das ist einfach nur deshalb gefallen, weil Pascal Spors es so wollte“, erklärte Drotboom, was die Gespräche in der Pause dann doch etwas angenehmer machte. Hatte Drotboom zuletzt in der Liga gegen Speldorf noch das Spiel seiner Angreifer kritisiert, so zeigte es sich als goldrichtig, beide wieder aufzustellen. Denn nur vier Minuten nach der Pause bediente Menke seinen Sturmpartner Joel Zwikirsch mustergültig, der mit dem 4:1 die Partie wohl endgültig entschied. „Danach war die Messe dann gelesen“, gab auch Kevin Kolberg später zur Protokoll.

Den Gastgebern musste man in der Folge absolut zugute halten, dass sie sich nicht hängen ließen. So kamen die Hiesfelder nur deshalb noch zu zwei weiteren Toren, weil sie an diesem Nachmittag selbst viel Spaß am Spiel hatten. Vor seiner Auswechslung erzielte Menke in der 71. Minute noch seinen zweiten Treffer, das letzte Tor des Tages war dann dem erst kurz zuvor eingewechselten Maik Goralski vorbehalten. Die Zuordnung stimmt hier bei den Essenern allerdings mehrfach nicht mehr wirklich.

Die Hiesfelder Leistung war auch deshalb so überzeugend, weil Drotboom doch einiges probierte. So besetzten Kevin Krystofiak und Ekin Yolasan die Doppel-Sechs, so dass Gino Mastrolonardo und Damiano Schirru erst einmal auf der Bank blieben. Schirru durfte dann später für eine halbe Stunde ran, hätte aber nicht zwingend gemusst. Allein Krystofiak leitete zwei Treffer ein und erzielte einen selbst. Kurzfristig passen musste Nico Klaß mit Magen-Darm-Problemen. Das alles steckte das Team locker weg. Und wenn ein zweiter Anzug so sitzt, ist in der Oberliga sicherlich noch eine Menge zu erwarten.

Quelle:fupa.net