Jahn-Coach Thomas Drotboom lobt den Aufsteiger für seinen Auftritt +++ Ioannis Alexiou trifft wieder, Kevin Menke schnürt einen Doppelpack

Der TV Jahn Hiesfeld ist dem Plan seines Trainers Thomas Drotboom, aus den drei Spielen der einleitenden Englischen Woche in der Oberliga sieben Zähler zu holen, ein bedeutendes Stück näher gekommen. Nach dem 2:2 zum Auftakt in Hilden siegten die Dinslakener am Mittwochabend vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger FSV Vohwinkel mit 3:2.

Der Führungstreffer fiel dabei in der 45. Minute zum viel zitierten psycholgisch günstigen Zeitpunkt. Kevin Menke war nach einem Ball aus dem Halbfeld zur Stelle, der an Freund und Fein vorbei flog und beim Hiesfelder Torjäger landete. „Kevin hatte zuvor in ein paar Situationen mit Ballverlusten etwas unglücklich ausgesehen. Aber wir haben ihn von außen immer wieder aufgebaut, und dann macht er dann halt wieder, was er soll“, erklärt Drotboom, der zuvor ein Spiel gesehen hatte, in dem die Gäste weitgehend tief standen und die Hisefelder in ihrer Hälfte aufbauen ließen. Kamen die Wuppertaler selbst an den Ball, versuchten sie es meist mit langen Bällen auf Shun Terada. Doch den hatten die Hiesfelder Verteidiger gut im Griff.

Nach dem Seitenwechsel erzielte dann Innenverteidiger Ioannis Alexiou mit dem 2:0 bereits seinen zweiten Saisontreffer, diesmal mit dem Fuß, nachdem der erneut starke Damiano Schirru eine Ecke hereingebracht hatte, die Menke verlängert hatte. Die Zwei-Tore-Führung hielt aber nur zwei Minuten, weil Ryo Terada für die Gäste aus Wuppertal zum Anschluss traf. „Da haben wir richtig bescheiden verteidigt“, betonte Drotboom. Die erste Chance, das Spiel dann zu entscheiden, hatte Dennis Wichert, der nach einem Foul an Schirru zum Elfmeter anlief. „Der war eigentlich gut geschossen, aber ebenso gut gehalten“, befand der Coach, der sich nun doch Sorgen um die drei Punkte machte. „Man muss Vohwinkel ein Kompliment machen. In dieser Phase haben sie sich positiv gepusht, aber auch insgesamt einen Eindruck gemacht, dass ich mir um sie keine Sorgen machen würde.“

Besonders eng wurde es, als Torhüter Kevin Hillebrand nach einer Verkettung von Fehlern einen FSV-KIcker mit einem Foulspiel bremste. Doch den nachfolgenden Elfmeter vereitelte er selbst, es blieb beim 2:1. Um dann in der teaminternen Torjägerliste wieder mit Alexiou gleichzuziehen, legte Menke mit dem 3:1 in der 80. Minute noch seinen zweiten Saisontreffer nach. Der hatte allerdings wieder nur zwei Minuten Bestand, weil Frederic Lühr für den Aufsteiger acht Minuten vor dem Ende erneut der Anschluss gelang. „Der FSV hat sich nie aufgegeben, für uns Trainer war das alles andere als leicht. Danach ging es noch ein paar Mal hin und her, aber eine dicke Chance hatten beide nicht mehr.“

Soll das Sieben-Punkte-Ziel erreicht werden, müsste am Sonntag mit dem SV Straelen ein weiterer Aufsteiger besiegt werden. Der hat jedoch sogar seine beiden ersten Spiele gewonnen, das ist also ein frühes, echtes Spitzenspiel. „Es war ja klar, dass die Straelener eine echt gute Truppe beisammen haben. Ich habe immer guten Kontakt zu den Straelenern gehabt und freue micht auf das Spiel. Ich glaube, dass wir ein sehr schönes Spiel erwarten dürfen“, erklärt Drotboom. Und der Sieger micht nach drei Spieltagen fraglos sehr weit oben mit.