5:1-Sieg der Dinslakener spült das Team von Trainer Thomas Drotboom auf den sechsten Tabellenplatz
Kurz vor Saisonende benötigt man fast wieder einen Spachtel, um Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom das Lächeln aus dem Gesicht zu kratzen. So viel Spaß macht ihm seine Mannschaft wieder, die am Sonntag den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen feierte. Vor einer Woche wurde die Serie nur von der Niederlage gegen Meister Uerdingen unterbrochen, und den hat fast niemand besiegt. Am Sonntag geriet das 5:1 gegen den VfB Homberg dabei fast zu einem Triumphzug, der das Team am Gegner vorbei auf Rang sechs führt.

Die Veilchen befinden sich in einer Phase, in der fast alles zu gelingen scheint, die ganz frühe Phase des Spiels gegen die Homberger einmal ausgenommen. „Da haben wir wirklich bescheiden gestanden, aber dennoch muss man auch mal anerkennen, dass die Homberger das gut gemacht hatten“, sagte Drotboom zum frühen 0:1 durch Justin Bock, der schon seit Wochen schwer auszuschalten ist. Damit fand die Homberger Herrlichkeit aber toretechnisch bereits ihr Ende – und das nach fünf Minuten.

In der Folge sahen die rund 120 Zuschauer, wie die Hiesfelder die Partie vor der Pause drehten – und zwar zweimal nach dem gleichen Strickmuster. Zweimal schlug Kevin Kolberg eine Freistoßflanke in den Strafraum, und jeweils köpfte einer der 20-jährigen Innenverteidiger ein. In der 24. Minute war es zunächst Nico Klaß, 13 Minuten später war dann Erkut Ay an der Reihe. „Da hatte ich die beiden am Mittwoch doch so gelobt, dass sie sich wohl gedacht haben, dass man dem doch noch das Sahnehäubchen aufsetzen könnte“, schilderte der Coach freudig. Eine fraglos phänomenale Entwicklung der beiden Jungspunde.

Nach der Pause war dann natürlich auch Kevin Menke an der Reihe, der seinen 22. Saisontreffer erzielte. Das verrückteste Tor, vielleicht nicht nur des Tages, erzielte dann Gino Mastrolonardo zum 4:1. „Da lief Gino mit dem Ball in der Strafraum, und als er den Ball nach innen spielen wollte, hatte der Torwart sich schon hingelegt. Da ist er einfach mit dem Ball ins Tor gelaufen und hat mir später gesagt, dass er nur Angst hatte, gegen den Pfosten zu rennen“, verrät der Coach, der dann noch den Schlusspunkt von Pascal Spors sah, der studienbedingt die Oberliga in dieser Form in der neuen Spielzeit für zu hoch gegriffen hält. „Wir haben gesagt, dass er bei uns weiter trainieren kann, so oft er es schafft. Alles andere wird sich dann zeigen“, erklärte Drotboom.

Nun sind die Hiesfelder also auf Platz sechs vorgerückt, und haben zum Abschluss mit einem Sieg beim SV Hönnepel gegen ihren alten Coach Georg Mewes noch die Chance, Platz fünf zu erreichen. Sollte Velbert gegen Baumberg daheim nicht siegen, wäre bei einem Erfolg Platz fünf geschafft. „Und in der Rückrunden-Tabelle sind wir auch wieder auf Platz zwei, das darf man auch nicht vergessen“, sagt Drotboom.

Im Fahrwasser des geschafften Klassenverbleibs konnte im Hintergrund natürlich auch am Kader der neuen Spielzeit weiter gearbeitet werden. Inzwischen ist auch der Verbleib der beiden Torhüter  Kevin Hillebrand und Alexander Gbür gesichert, dazu bleiben auch Kevin Kolberg, Ekin Yolasan, Joel Zwikirsch und Kei Hirose dem Verein erhalten. Als Zugang steht zudem noch der 18-jährige Marcel Welscher fest, der sich bereits als A-Junior einen Stammplatz beim Bezirksligisten SC Frintrop erarbeitet hatte. Es sieht also ganz danach aus, dass der Kader in der Breite zulegt, was auch notwendig war. Offen ist nun nur noch die Zukunft von Raffael Schütz, Adrian Rakowski und Ioannis Alexiou, nachdem am Sonntag Dominik Langenberg, Benjamin Jacobs und Jan Pirschel verabschiedet wurden, bei dem der Körper leider nicht mehr mitspielt.

Quelle:fupa.net