Mit FuPa.tv: Aufsteiger aus Krefeld siegt in Dinslaken mt 4:0 +++ Bis auf ein paar „Kleinigkeiten“ blieb alles ruhig
Gerne wollte Hiesfelds Trainer Thomas Drotboom auch gegen den seit Sonntag feststehenden Meister KFC Uerdingen noch einmal Zählbares auf die Habenseite bringen. Doch daraus wurde nichts, auch wenn die 0:4-Niederlage vielleicht etwas deutlicher klingt, als sich das Geschehen auf dem Platz darstellte. „Es klingt vielleicht komisch, aber wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Das ändert nichts daran, dass der KFC verdient gewonnen hat und ebenso verdient aufgestiegen ist, wozu ich ganz herzlich gratuliere. Viele meiner Jungs haben eben auch mit den Uerdingern ein Bier getrunken, die Stimmung war prima.“
Das gilt weitgehend auch für die Uerdinger Fans auf den Rängen. „Leider ist im regulären Bereich der Trainerbänke, heute saßen wir auf der anderen Seiten, eine Bande im Bereich von etwa fünf Metern zu Bruch gegangen. Das sind Dinge, die nicht schön sind, aber die nunmal passieren. Es gab auch ein paar Pyros, aber man sollte das alles auch nicht so hochpushen. Ach so, die Spielbälle, die waren allerdings auch weg“, erklärte Drooboom den Ablauf des Spiels mit rund 1500 Besuchern. „Ich habe auch sehr viel Positives von den Menschen hier drumherum gehört.“

Das Sportliche auf dem Platz sah über weite Teile für die Hiesfelder gar nicht so schlecht aus. Beim 0:1 durch Kai Schwertfeger in der 31. Minute stand der Torschütze nach einem nicht entscheidend geklärten Freistoß in zweiter Reihe ziemlich alleine da. „Im Rückraum kam in solchen Situationen fast immer ein Roter an den Ball. Zweimal war das zuvor gut gegangen, beim dritten Mal haben sie uns bestraft“, sagte Drotboom. Die letztlich entscheidende Szene ereignete sich beim 0:2 nach 70 Minuten, als Adrian Rakowski den Ball im Aufbau verlor und sich die Hiesfelder beschwerten, Torschütze Aleksandar Pranjes habe im Abseits gestanden. Im Anschluss sah Innenverteidiger Ioannis Alexiou die Rote Karte, weil er dem Assistenten den „Scheibenwischer“ gezeigt haben soll, was er vehement bestreitet. „Er sagt, er habe nur signalisiert, der Assistent müsse das doch gesehen haben“, sagte Drotboom. Die Bilder bei FuPa.tv können weder das Abseits entscheidend auflösen noch den zeigt es die vorgeworfene Geste. Belege liefert beides abschließend nicht. „Aber danach konnte man natürlich spüren, dass es vorbei war“, fügte der Coach an.

So folgten letztlich noch zwei Treffer von Oguzhan Kefkir und Pascale Talakski, die in der Folge die Feierstimmung der Uerdinger noch weiter beförderten. „Wir hatten zwar auch die eine oder andere Szene, aber in der Summe merkt man dann natürlich schon, dass sich Kevin Menke und Damiano Schirru gegen eine solche Defensive dann doch deutlich schwerer tun, als dass in anderen Spielen der Fall ist“, analysiert Drotboom. In einer Szene drang Gino Mastrolonardo in den Strafraum ein, erhielt den möglichen Elfmeter aber nicht, weil er sich trotz Haltens nicht fallen ließ. Mit dem Nachholspiel gegen Schonnebeck am Mittwoch haben die Hiesfelder aber noch drei Spiele in der Hinterhand, um ihre Position in der Abschlusstabelle zu verbessern.

 

Quelle:fupa.net