In der Vorsaison schob sich der TV Jahn Hiesfeld in der Rückrunde noch vom 15. auf den dritten Platz, nachdem der damalige Co-Trainer Thomas Drotboom auf Zeit zum Chef befördert worden war. Ein ganz so dramatischer Sprung ist zwar nicht mehr möglich – auch wegen weit mehr Verletzungspech. Aber bei optimalem Verlauf könnten die Dinslakener die Saison womöglich noch auf Platz fünf beenden. Aus Ratingen brachten die Hiesfelder jedenfalls wieder drei Zähler mit, und sie scheinen wieder in ihrem „Flow“ zu sein.

 

Dabei begann das Spiel bei der Gemania alles andere als optimal. Nach einer Viertelstunde stand Erkut Ay nicht optimal. „Da haben wir auch insgesamt etwas geschlafen, und das lässt Carlos Penan sich nicht entgehen. Aber wir haben uns kurz geschüttelt, und weiter ging es auch schon“, erklärte Drotboom. Denn nur vier Minuten später glich der TV Jahn auch schon aus, als Torjäger Kevin Menke bei seinem 18. Saisontreffer ein Anspiel seines Offensivpartners Damiano Schirru verwertete. „Kevin hatte schon vor dem Rückstand zwei dicke Chance, die hat er dann stark genutzt“, merkte Drotboom an.

Den Treffer zum Endstand erzielten die Hiesfelder nur Minuten später, als diesmal Menke als Vorbereiter in Erscheinung trat und Gino Mastrolonardo gemeinsam mit Ratingens Denis Dluhosch zum Ball ging, letztlich wurde der Treffer als Eigentor gewertet. „Für mich war das ganz klar Ginos Treffer“, schilderte Drotboom seine Sicht des über die rechte Seite vorbereiteten Tores. Danach hatten die Ratinger vor der Pause noch einmal eine Phase, in der sie mehr Druck machten, ohne jedoch die ganz große Gefahr zu entwickeln. „Ioannis Alexiou hat das schon wieder großartieg gemacht, wir hatten insgesamt wieder eine gute Raumaufteilung, haben alles eng gehalten, das war schon gut.“

Dabei war die Partie auch personell wieder nicht ganz leicht. Maurice Baßfeld, der endlich seine Chance in der Startformation erhielt, musste nach 20 Minuten mit Oberschenkelproblemen vom Feld. Für ihn kam dann Pascal Spors, den Drotboom zehn Minuten vor dem Ende schon wieder gegen Maik Goralski tauschen musste. „Das war natürlich alles auch nicht so, wie man sich das als Trainer wünscht, doch es gab dennoch kaum Probleme. Wenn man ein Haar in der Suppe finden möchte, dann war das Problem höchstens, dass wir nach der Pause unsere Konterchancen nicht gut genug ausgespielt haben“, sagte Drotboom. So entschied sich Adrian Rakowski zweimal für einen schnellen Abschluss, obwohl er die Option hatte, den Ball sogar vorher anzunehmen. „Wenn der nicht drüber sondern rein geht, ist das natürlich zweimal das Tor des Jahres.

Vielleicht hat sich Rakowski seinen nächsten Treffer ja für das Spiel gegen Uerdingen aufgehoben, das am kommenden Sonntag ansteht. „Darauf freuen wir uns natürlich schon alles sehr“, betont der Trainer. Da die Hiesfelder im Gegensatz zu den meisten Rivalen vor Platz neun noch vier statt drei Spiele auf dem Konto hat, könnte sogar der fünfte Tabellenplatz noch drin sein. „Unser Ziel ist jetzt auf jeden Fall, die 50-Punkte-Marke noch zu knacken. Alles andere wird mann dann sehen“, sagt Drotboom.

 

Quelle:fupa.net