Mit FuPa.tv: Nach dem 3:0-Erfolg gegen den Cronenberger SC sollte der Oberliga-Verbleib für die Hiesfelder gesichert sein
Nach dem Schlusspfiff war am Sonntag die Erleichterung greifbar. Mit dem 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger Cronenberger SC ist der TV Jahn Hiesfeld zwar rechnereisch noch nicht gesichert, in der Praxis dürften elf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone aber an fünf noch ausstehenden Spieltagen kaum noch zu verspielen sein, wobei die Hiesfelder selbst sogar noch das Nachholspiel gegen Schonnebeck auf der Agenda stehen haben. Der Sieg bringt das Team für den Moment auf den neunten Tabellenplatz.
Nur in der Phase nach der Halbzeitpause machten die Gäste aus Wuppertal dabei den Eindruck, den Ernst der Lage vollkommen verinnerlicht zu haben. Da stand es allerdings schon 2:0 für die Hiesfelder, weil Damiano Schirru den Cronenbergern gleich doppelt gezeigt hatte, was Effektivität bedeutet. Beim ersten Streich in der 24. Minute eroberte er 30 Meter vor dem 30 Meter vor dem gegnerischen Tor, legte ihn nach links auf Adrian Rakowski, der sich sehenswert in den Strafraum dribbelte und wieder auf Schirru passte, der zur Führung vollendete. Kurz vor dem Pausenpfiff schlus das Duo erneut zu. Diesmal setzte Gino Mastrolonardo Rakowski über die rechte Seite in Szene, der erneut Schirru in der Mitte fand: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stand es 2:0.

Dann kam die besagte Phase von etwa 20 Minuten, in der die Wuppertaler doch den Eindruck erweckten, immer wieder angetrieben von Trainer Peter Radojewski, dass die den Anschlusstreffer erzielen wollten. Doch in letzter Konsequenz waren die Abschlüsse der Cronenberger viel zu harmlos, um den TV Jahn ernsthaft gefährden zu können. In der 69. Minute war das Spiel dann entschieden, als der bärenstarke Rakowski zum dritten Mal als Vorlagengeber in Erscheinung trat. Diesmal versuchte sich Rakowski selbst im Abschluss, den vom Cronenberger Keeper nach vorne abgewehrten Ball netzte Kevin Menke zum 3:0 ein. „Letztlich haben wir hoch verdient gewonnen, weil die Cronenberger viel zu harmlos waren. Nach menschlichem Ermessen sollten wir damit durch sein“, sagte Drotboom am Spielfeldrand kurz nach dem Abpfiff.

Betrüblich war aber auch etwas an diesem Tag. Denn Kapitän Kevin Corvers, der sich vor der notwendigen Knie-OP noch einmal in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, musste nach einer halben Stunde aus dem Spiel. „Die Mannschaft, der gesamte Verein darf stolz sein, so einen Mann in seinen Reihen zu haben“, lobte der Coach seinen Innenverteidiger. Doch auch die Umstellung, die dadurch in der Abwehr notwendig wurde, gelang dem Team ohne Probleme. Ekin Yolasan kam ins Spiel und agierte vor der Abwehr, Raphael Schütz rückte dafür ins Zentrum und Niko Klaß auf die linke Seite.