Beim 4:1-Erfolg der Hiesfelder schießt sich Kevin Menke frei und Nico Klaß überzeugt vor der Abwehr +++ Jan Pirschel beendet im Sommer seine aktive Laufbahn

Der TV Jahn Hiesfeld hat sein Heimspiel in der Oberliga gegen den SC West souverän mit 4:1 gewonnen und den Gegner in der Tabelle damit überholt. Das ist die Kernnachricht des am Sonntag auf Kunstrasen ausgetragenen Spiels. Doch es sind eine ganze Menge kleinere gute Nachrichten, die den TV Jahn vielleicht nachhaltig auf die richtige Spur bringen.

Ganz früh sorgte dabei Stürmer Kevin Menke für seine positive Geschichte, indem er nach zwei weniger starken Spielen nach zehn MInuten den Ball im Mittelfeld selbst eroberte und auf Joel Zwikirsch abspielte, der ihm den Ball sogleich zurückspielte, den er dann zum 1:0 unterbrachte. Das 2:0, den bereits zwölften Saisontreffer, legte er vom Elfmeterpunkt nach, nachdem Damiano Schirru von West-Keeper Sebastian Siebenbach zu Fall gebracht worden war.

Eng sollte es in diesem Spiel nie mehr so richtig werden. Das 3:0 erzielte Maik Goralski, diesmal nach einem Pass von Menke, nach 65 Minuten. Der vierte Treffer war dann Kevin Kolberg vorbehalten, dessen Schlenzer vom Innenpfosten ein wenig glücklich den Weg ins Tor fand. „Man kann sich vielleicht auf den Standpunkt stellen, dass der SC West einen nicht so starken Eindruck hinterlassen hat. Aber ich sage da natürlich auch, dass der Gegner da Einfluss drauf hat. Und ich finde, dass wir es sehr gut gemacht haben“, erklärte Trainer Thomas Drotboom, den nur ein wenig ärgerte, dass es dann am Ende doch noch einen Gegentreffer gab, für den die Düsseldorfer auch einen Elfmeter benötigten. „Da hatten wir vorher den Ball unnötig verloren. Aber sich daran jetzt festzuhalten, wäre Jammern auf hohem Niveau“, sagte Drotboom, der so erlebte, wie der gefoulte Simon Deuß selbst das 1:4 erzielte.

Im Tor konnte der zurückgekehrte Kevin Hillebrand diesen Treffer nicht verhindern, hatte aber zuvor in der einzigen Druckphase der Gäste Mitte der ersten Hälfte die Übersicht bewahrt. Auch hier war die Rückkehr also eine persönliche Glücksgeschichte. Eine weitere schrieb Niko Klaß, der für den verletzten Jan PIrschel vor der Abwehr auflief. „Das hat der Junge wirklich großartieg gemacht. Wir hatten das vorher im Trainerteam diskutiert und waren uns einig, dass wir das versuchen wollen“, schilderte Drotboom.

Sollte Klaß den Hiesfeldern über den Sommer hinaus erhalten bleiben, könnte auch das ein Modell für die Zukunft sein, denn Pirschel will im Sommer seine Karriere vollständig beenden. „Nach den Spielen hat er morgens beim Aufstehen immer heftige Schmerzen. Deshalb kann ich seine Entscheidung verstehen, bedauere sie aber dennoch, denn er ist nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich ein großer Verlust“, erklärt der Coach, der mit seinem Team nun auch für 2017 in die Spur zu kommen scheint.
QUELLE:FUPA.NET